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31.01.2006

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Fällt die Vererbung von Verlustvorträgen weg? Handeln Sie jetzt.

Auf der Streichliste von Union und SPD stehen auch einige Vergünstigungen bei der Erbschaftsteuer. Als Inhaber einer GmbH & Co KG sollten Sie deshalb beizeiten vorsorgen:

Bisher gilt: Wenn jemand mit Verlustvorträgen stirbt, gehen diese auf den Erben über. Der Erbe kann diese Verlustvorträge mit seinen eigenen Einkünften verrechnen. (Amtlicher Hinweis zu Abschn. 115 EStR 04)

Für die Zukunft wackelt dieser Grundsatz: Einige Richter am obersten Steuergericht möchten die Vererbung von Verlustvorträgen abschaffen. Und zudem droht die Streichung einer solchen Vererbung im Zuge einer der nächsten Steuerreformen.  (Rechtsgrundlage: BFH, 28.07.04, XI R 54/99, BStBl II 05, 262) 

Haben Sie gleichzeitig stille Reserven und Verlustvorträge? Dann lösen Sie die stillen Reserven auf und verrechnen diese mit Ihren Verlustvorträgen. Ihre Erben haben dann wenigstens nicht das Problem, irgendwann Ihre stillen Reserven versteuern zu müssen.

Beispiel: Otto (65 Jahre) hat der Otto GmbH & Co KG seit 30 Jahren eine Immobilie vermietet (Buchwert: 30.000 Euro, Verkehrswert 1 Million Euro). Gleichzeitig hat Otto eine Million Euro Verlustvorträge. Er verkauft die Immobilie an die KG für eine Million Euro. Damit sind die stillen Reserven aufgelöst und seine Erben brauchen sich mit dieser latenten Steuerlast nicht mehr herumzuschlagen. Die KG kann die Immobilie von neuem abschreiben. Steuern fallen keine an, denn Otto kann den Verkaufsgewinn mit seinen Verlustvorträgen verrechnen.


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