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12.04.2006

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Nachfolge: Warten Sie auf die Erbschaftsteuer-Reform?

Die Bundesregierung plant zum 01.01.07, spätestens jedoch 2008 eine Reform der Erbschaftsteuer. Viele Unternehmer haben konkrete Pläne zur Unternehmensnachfolge daher zunächst auf Eis gelegt ...

Im Gespräch ist ein so genanntes “Abschmelzungsmodell“. Dabei soll die Erbschaftssteuer für den Unternehmenserben zehn Jahre lang zinslos gestundet werden. Für jedes Jahr der Unternehmensfortführung entfällt 1/10 der Steuer. Führt der Erbe das Unternehmen zehn Jahre fort, entfällt die Steuer komplett, sogar bei extrem wertvollen Industriebeteiligungen.

Auf dieses Erbschaftsteuer-Modell warten jetzt viele Unternehmer: Sie meinen, dass es steuerlich ungünstig wäre, schon vor dieser Reform Unternehmensvermögen auf einen Nachfolger zu verlagern.

Das stimmt jedoch nicht: Wenn Sie einen guten Nachfolger gefunden haben und über ein wirtschaftlich stimmiges Konzept verfügen, können Sie mit den ersten Übertragungsschritten durchaus schon jetzt starten. Denn schon derzeit gibt es Vergünstigungen für Betriebsvermögen, die oft ausreichen, um die Steuer auf Null zu drücken.

Beispiel: Herr Meier ist Alleingesellschafter seiner GmbH & Co KG. Er möchte 45 Prozent der Anteile auf seinen Sohn übertragen und die restlichen 55 Prozent zunächst noch behalten. Die GmbH & Co KG hat einen Steuerwert von 1,19 Millionen (= Aktivwert minus Schulden). Trotz dieses recht hohen Wertes kann Herr Meier 45 Prozent seiner GmbH & Co KG auch jetzt schon ohne einen Cent Erbschaft Steuerbelastung übertragen.

Hintergrund-Info: Wenn Sie wissen möchten, wie sich die Werte aus dem Beispiel ergeben, finden Sie die genaue Berechnung hier.  

Fazit: Auch jetzt schon ist Unternehmensvermögen steuerlich begünstigt. Häufig fällt gar keine Steuer an. Es gibt also oft keinen Grund, mit der Unternehmensnachfolge auf die Erbschaftssteuer-Reform zu warten.


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