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12.04.2006

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Anforderungen an Rechnungen: Prüfer soll Kirche im Dorf lassen

Der zunehmende Umsatzsteuerbetrug hat dazu geführt, dass der Gesetzgeber die Anforderungen an die „ordnungsgemäße Rechnung“ in den letzten Jahren extrem erhöht hat (Rechtsgrundlage: § 14 UStG). Überspitzt ausgedrückt: Für den eigentlichen Rechnungsinhalt bleibt vor lauter gesetzlichen Pflichtbestandteilen kaum noch Platz. So müssen unter anderem angegeben sein: das Nettoentgelt, der Steuersatz, die genaue Bezeichnung der erbrachten Leistungen sowie das Leistungs- oder Lieferdatum. Steuernummer oder besser: Umsatzsteuer-ID-Nummer des Lieferanten nicht zu vergessen. Wehe, wenn eines dieser Elemente fehlt: Ein böswilliger Betriebsprüfer kann Ihnen dann den Vorsteuerabzug streichen.

Das oberste Steuergericht tritt jetzt allerdings auf die Bremse: Das deutsche nationale Umsatzsteuerrecht darf den Vorsteuerabzug durch übertriebene Anforderungen an die Rechnung nicht übermäßig erschweren. Das wäre mit dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit unvereinbar. (Fundstelle: BFH, 06.10.05, DStRE 06, 103)

Unser Rat: Beachten Sie zwar vorsichtshalber die Anforderungen des Gesetzgebers an die ordnungsgemäße Rechnung sowohl bei Ihren Ausgangs- als auch bei Ihren Eingangsrechnungen. Bremsen Sie aber übereifrige Steuerprüfer: Sollten Sie tatsächlich einmal `rger mit einem Umsatzsteuerprüfer bekommen, weil Sie z. B. den „genauen Zeitpunkt der Leistung“ nicht ganz korrekt angegeben haben, dann berufen Sie sich auf obiges Urteil und ermahnen Sie den Prüfer, die Kirche im Dorf zu lassen.

IZW-Service: Eine Musterrechnung mit allen erforderlichen Angaben auf Rechnungen finden Sie hier.


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