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29.06.2006

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Verleihen der GmbH-Stammeinlage an die KG - geht das?

Das Problem: Fast jede Komplementär-GmbH einer GmbH & Co KG verleiht ihre Stammeinlage (25.000 Euro) an die KG. Denn diese kann das Geld gut brauchen und effizient für ihren Geschäftsbetrieb nutzen. Von der Finanzverwaltung droht nun jedoch `rger.

Die Körperschaftsteuerreferenten in Baden-Württemberg gehen jetzt gegen diese gängige Praxis vor. Sie sehen in diesem Darlehen eine mittelbare Rückzahlung der Stammeinlage an die Gesellschafter. Und das sei eine „verdeckte Gewinnausschüttung“. Folge: Die Gesellschafter der GmbH müssen 12.500 Euro versteuern. Unerfreulicherweise unterstützt auch ein wichtiger Richter am Bundesfinanzhof diese Auffassung. (Gosch-Kommentar zum KStG § 8 Rz 692)

Das ist jedoch nicht korrekt: Erstens ist die KG nicht Gesellschafter der GmbH. Außerdem ist eine Darlehensgewährung an einen kreditwürdigen Gesellschafter zu angemessenen Zinsen keine verdeckte Gewinnausschüttung (GmbHR 04, 1301). Allerdings: Höchstrichterlich ist die Sache noch nicht entschieden. Wenn eine Komplementär-GmbH ein Darlehen an die KG gewährt, ist also nicht auszuschließen, dass sie `rger bekommt.

Wenn Sie auf „Nummer Sicher“ gehen wollen: Dann muss Ihre  Komplementär-GmbH ihre Stammeinlage bei der Bank zu niedrigen Festgeldzinsen anlegen. Anstatt sie zu deutlich höheren Zinsen an die KG zu verleihen.

Fazit: Mit rechtlich fragwürdigen Argumenten versucht die Finanzverwaltung in Baden-Württemberg die Gesellschafter von GmbH & Co KGs zu schädigen. Es ist zu befürchten, dass andere Bundesländer hier nachziehen.


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