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31.07.2006

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Wie Sie Ihre Lagerbestände richtig bewerten

Beim Thema „Inventurbewertung“ gibt es immer wieder Streit bei Betriebsprüfungen. Beachten Sie folgende Regeln, um das zu vermeiden.

Rückwärts-Ermittlung bei fallenden Verkaufspreisen: Diese Methode wird auch „retrograde Ermittlung“ genannt. Sie gehen hierbei vom Verkaufspreis aus und ziehen die übliche Rohgewinnmarge ab. Das heißt: Sinkt der Verkaufspreis, werten Sie den Einkaufspreis im gleichen Verhältnis prozentual ab. (R 6.8 Abs. 2 und H 6.8 EStR) Beispiel: Ein Modegeschäft verkauft Blusen für 100 Euro brutto. Der Einkaufspreis beträgt 40 Euro. Am Bilanzstichtag (31. 12.) war damit zu rechnen, dass der Verkaufspreis zum kurz darauf stattfindenden Winterschlussverkauf auf 60 Euro sinkt. Folge: Der Händler zieht auch vom Einkaufspreis 40 Prozent ab und setzt diese Hose mit nur noch 24 Euro (statt 40 Euro) an.

Faustregel: Ihre Spanne (zwischen Verkaufspreis und gegebenenfalls abgewertetem Einkaufspreis) muss immer gleich bleiben - auch bei fallenden Verkaufspreisen.

Wenn der Einkaufspreis sinkt: Falls der Großhändler die veraltete Ware am Bilanzstichtag billiger als für 24 Euro anbietet, können und müssen Sie auf diesen Wert herabgehen. Beispiel: Der Großhändler verlangt ab Dezember statt 40 Euro nur noch 20 Euro. Ihr Bilanzansatz: Sie werten ebenfalls auf 20 Euro (statt auf 24 Euro) ab, selbst wenn die Handelsspanne dadurch steigt.

Bewertung mit Null? Sachen, die Sie weiter auf Lager haben, dürfen Sie eigentlich nicht mit Null bewerten. Wenn doch, müssen Sie sich gute Gründe zurecht legen (z. B. Verschrottung aus organisatorischen Gründen vor Bilanzstichtag zu schwierig, Entsorgungsunternehmen überlastet usw. …)

 


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