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14.08.2006

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Wie Sie jetzt mit Ihrer Oma 2.122 Euro pro Jahr sparen

Dieses Jahr wurde die Abzugsfähigkeit von Kinderbetreuungskosten stark verbessert. Sie können nun 2/3 der Kosten, maximal 4.000 Euro pro Jahr absetzen. (§ 4f EStG)

Die Kinderbetreuung kann auch die Oma übernehmen: Notwendig ist aber ein wirksamer Arbeitsvertrag, der wie unter Fremden üblich durchgeführt wird. Wenn dann die eigene Großmutter eingesetzt wird, schadet das nicht.

Beispiel: Herr und Frau X haben eine 10-jährige Tochter. Die Eltern sind beide berufstätig. Frau X zwar nur mit einem Mini-Job in der GmbH ihres Mannes, aber das genügt. Die beiden engagieren die Oma zur Kinderbetreuung am Nachmittag auf 400-Euro-Basis. Es fallen Kosten in Höhe von 4.800 Euro plus 13,7 Prozent Abgaben (5 Prozent Krankenversicherung, 5 Prozent Rentenversicherung, 2 Prozent Steuer, 0,1 Prozent Umlage für Lohnfortzahlung und 1,6 Prozent Unfallversicherung) an. Das macht insgesamt 5.457 Euro. Davon setzen die Eltern 2/3 oder 3.638 Euro von der Steuer ab. Steuersparnis (als Spitzensteuerzahler): 1.612 Euro plus Kirchensteuer.

Auch die andere Oma wird eingespannt: Und zwar als Haushaltshilfe. Die Kosten sind dieselben wie bei der ersten Oma. Bei Haushaltshilfen können 10 Prozent der Kosten, maximal 510 Euro pro Jahr direkt von der Steuer abgezogen werden. Dieser Maximalbetrag wird hier erreicht. (§ 35a EStG)

Ersparnis pro Jahr: 1.612 Euro durch die erste Oma plus 510 Euro durch die zweite: Macht insgesamt 2.122 Euro.

Übrigens: Natürlich muss der Lohn tatsächlich an die beiden Omas über-wiesen werden. Sonst wäre das glatte Steuerhinterziehung. Aber niemand verbietet den Omas, mal einen Urlaub oder z. B. das neue Klavier für die Enkeltochter zu spendieren.


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