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18.05.2007

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Sachspenden am besten so niedrig wie möglich ansetzen

Gemeinnützige Organisationen fragen gerne bei Unternehmen an, ob man nicht veraltete Ware für einen guten Zweck spenden möchte. Viele Unternehmer sind hierzu gerne bereit. Die Organisationen stellt dann eine Sachspenden-Quittung aus. Diese wird oft - gut gemeint - möglichst hoch ausgestellt, um dem Spender damit vermeintlich etwas Gutes zu tun.

Großer Irrtum: Denn die Sachspende muss zum Spendenwert aus dem Unternehmen entnommen werden. In gleicher Höhe kann dann zwar die Spende dagegen gerechnet werden, sodass die Sache steuerlich auf Null aufgeht. Aber: Auf den Spendenwert muss Eigenverbrauchs-Umsatzsteuer abgeführt werden.

Und auf dieser Steuer bleibt man sitzen: Je niedriger die Sachspendenquittung, desto besser. Beispiel: Das Mode-Geschäft spendet dem Roten Kreuz unmodische Kleidung, die bereits auf Null abgeschrieben wurde. Die Spendenquittung wird auf 1.000 Euro ausgestellt. Die Folge: das Modegeschäft kann zwar 1.000 Euro als Spende absetzen. Es muss aber gleichzeitig 1.000 Euro als Brutto-Entnahme buchen, und hieraus 159 Euro Mehrwertsteuer abführen. Auf diesen 159 Euro bleibt das Geschäft sitzen. Hätte man den Spendenbetrag niedriger angesetzt, wäre die Mehrwertsteuer niedriger gewesen.

Rein steuerlich ist es sogar am besten, wenn auch nicht sehr gemeinnützig, veraltete Ware - natürlich mit Nachweis - vernichten zu lassen oder an Ramsch-Waren-Exporteure zum Kilopreis zu verkaufen.


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