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07.08.2007

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Wann Sie einen Rechtsform-Wechsel prüfen sollten

Sie machen hohe Gewinne und schütten wenig aus? Dann fahren Sie mit der Rechtsform der GmbH & Co KG schlecht. Denn Sie müssen die Gewinne zum Spitzensteuersatz versteuern. Bei der GmbH hingegen sinkt die Steuerbelastung nächstes Jahr auf etwa 30 Prozent.

Sie haben auf die neue Niedrig-Steuer für KGs gehofft? In der Tat können Sie nächstes Jahr auf Wunsch zu einer pauschalen 28 ¼ Prozent-Steuer optieren. Aber das zahlt sich im Regelfall nicht aus. Denn alleine auf die Entnahme der Steuerzahlungen (Einkommensteuer und Gewerbesteuer) müssen Sie noch einmal extra Entnahme-Steuer zahlen, so dass der Vorteil der Niedrig-Steuer wieder verpufft.

Die GmbH ist deutlich interessanter für Nicht-Ausschütter: Denn hier löst die Zahlung der Steuern keine extra Strafsteuer aus. Es bleibt bei den 30 Prozent. Erst wenn Sie ausschütten, zahlen sie nach (25 Prozent pauschal).

Weitere Falle der neuen GmbH-&-Co-KG-Niedrigsteuer: Durch eine gesetzliche Fiktion gilt bei Entnahmen immer zuerst der niedrig besteuerte Gewinn als entnommen. Selbst wenn Sie längst versteuerte Alt-Gewinne entnehmen. Darauf wird dann noch einmal 25 Prozent Entnahmesteuer fällig. Falls Sie also doch über 2007 hinaus in der KG bleiben wollen und gleichzeitig mit der neuen Niedrigsteuer liebäugeln, sollten Sie unbedingt noch dieses Jahr Ihre Alt-Gewinne ausschütten.

Bedenken Sie stets vor einer Umwandlung: Man sollte die Rechtsformentscheidung nicht alleine nach dem aktuellen Steuersatz treffen. Die Entscheidung will also gut mit einem Gesellschaftsrechtler und Steuerberater durchgesprochen werden.

Und noch ein Tipp: Falls Sie in Ihrer GmbH & Co KG hohe Gewinnrücklagen haben und in die GmbH umwandeln wollen, wandeln Sie Ihre Rücklagen vor der Umwandlung um in Darlehen. Denn nur dann kommen Sie später leicht und steuerfrei an Ihre längst versteuerten Reserven.


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