/images/gmbhp-home-image1.jpg

Tipp-Datenbank

Ohne langes Lesen verständlich für Sie zusammengefasst

Tipps suchen...
Zum PDF Archiv

19.10.2007

Als PDF herunter laden

Finanzamts-Fehler zu Ihren Gunsten: still halten?

Angenommen, Ihr Finanzamt erstattet Ihnen 5.000 Euro zu viel Steuern, weil es sich zu Ihren Gunsten geirrt hat. Dürfen Sie das Geld still behalten und sich freuen?

Ja, wenn das Finanzamt den Fehler ohne Ihr Zutun gemacht hat.
Beispiel:
Sie tragen 1.900 Euro Schuldzinsen in das Formular ein. Das Finanzamt verdreht die Ziffern und attestiert Ihnen 9.100 Euro. Sie müssen nichts tun.

Nein, wenn Sie den Fehler im Amt selbst durch falsche Angaben
provoziert haben.
Dann müssen Sie das Finanzamt informieren (§ 153 Abgabenordnung). Tun Sie das nicht, begehen Sie Steuerhinterziehung. Beispiel: Sie tragen ins Steuerformular versehentlich „9.100 Euro“ statt „1.900 Euro“ Schuldzinsen ein. Das Finanzamt übernimmt das und erstattet Ihnen zuviel. Das müssen Sie melden, sobald Sie den Fehler erkannt haben.

Übrigens: Das Finanzamt darf Schreib-, Rechen- oder Übertragungsfehler vier Jahre lang korrigieren. Wenn Ihr Finanzamt hingegen einen rechtlichen Fehler macht, Ihnen beispielsweise einen Ausbildungsfreibetrag zugesteht, obwohl Sie keinen Anspruch darauf haben, kann das Finanzamt nur noch zurückfordern, falls der Steuerbescheid „unter Vorbehalt der Nachprüfung“ steht.


zurück