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19.03.2008

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Wie Sie KG-Verluste mit anderen Einkünften verrechnen

Verluste einer KG kann man nur bis zur Höhe des Eigenkapitals laut KG-Bilanz mit anderen Einkünften verrechnen (z. B. Gehalt, anderer Betrieb, Zinsen). Wenn das Eigenkapital schon aufgebraucht ist: Dann werden Verluste nur als Merkposten ins nächste Jahr vorgetragen und mit etwaigen späteren Gewinnen verrechnet. Im Verlustjahr bringt Ihnen das allerdings wenig – vor allem keine Liquiditätsentspannung durch Steuererstattungen.

Beispiel: Das Ehepaar Meier hat eine GmbH & Co KG, die 200.000 Euro Verlust erwirtschaftet hat und andere Einkünfte in Höhe von 300.000 Euro. Kann der KG-Verlust verrechnet werden, müssen Meiers nur 100.000 Euro versteuern. Kann er nicht verrechnet werden, müssen sie 300.000 Euro versteuern.

Hier nützt eine private Schuldübernahme von KG-Schulden: Hat die KG Bankschulden, müssen Sie sich in der Regel sowieso dafür verbürgen. Wenn Sie die Schulden privat übernehmen, verlieren Sie also nichts. Die private Schuldübernahme müssen Sie als Einlage ins Handelsregister eintragen lassen

Die Folge einer privaten Schuldübernahme: In der KG-Bilanz erhöht sich das Eigenkapital und damit das Verlustverrechnungspotenzial. Die Schulden wandern von der KG-Bilanz in die Sonderbilanz des Kommanditisten. Die Zinsen können genauso wie bisher abgesetzt werden – vielleicht sogar in größerem Umfang, weil ja die Beschränkung des Verlustabzugs insoweit wegfällt.

Fazit: Eine private Schuldübernahme von KG-Schulden erhöht das Kapitalkonto in der KG-Bilanz und damit den Spielraum für die Geltendmachung von KG-Verlusten in der privaten Steuererklärung. Sie als Kommanditist verlieren dadurch nichts, wenn Sie sich - was der Regelfall ist - bei der Bank ohnehin privat verbürgen mussten.


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