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06.05.2008

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Betriebsauto auf Privatfahrt geklaut: Wer den Schaden hat ...

... braucht für den Spott nicht zu sorgen. Diese bittere Erkenntnis musste vor kurzem ein Arzt machen. Sein Betriebsauto, das er gemischt privat und beruflich nutzte, war ihm gestohlen worden, während er einen Weihnachtsmarkt besuchte.

Das oberste Steuergericht hierzu: „Die private Veranlassung der Fahrt verdrängt, dass es sich um einen Gegenstand des Betriebsvermögens handelt und der Schaden ohne Mitwirkung des Steuerpflichtigen eingetreten ist.“ (BFH, 18.04.07, DStR 07, 1616).

Auf gut Deutsch: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott des Finanzamtes nicht zu sorgen. Es deklariert das gestohlene Auto zum Privatvergnügen. Was das für die Steuerpflicht einer etwaigen Zahlung der Vollkaskoversicherung bedeutet (Betriebseinnahme oder nicht?) war hier nicht zu entscheiden, weil der Arzt eine wahre Pechsträhne hatte. Zu allem Unglück verweigerte ihm auch noch die Versicherung die Erstattungszahlung.

Fazit: Ein gestohlenes Betriebsauto lässt sich nur dann als Betriebsausgabe absetzen, wenn es auf einer reinen Geschäftsreise gestohlen wird oder ein fast ausschließlich betrieblich genutztes Auto direkt vor der Wohnung geklaut wird.


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