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19.05.2008

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Rechnungs-Bürokratie: Weitere Fragen geklärt

Die seit einigen Jahren stark verschärften Vorschriften zur Rechnungsstellung werfen immer wieder neue Fragen auf. Und so ergießt sich seit Jahren eine Flut von Verwaltungsanweisungen über uns. Aktuell beschäftigt sich eine Oberfinanzdirektion zum einen mit Bankauszügen als Rechnung, zum anderen mit den Anforderungen an die Rechnungs-Nummer als solche.

Bankkontoauszüge als Rechnung: Gelegentlich rechnen Banken mehrwertsteuerpflichtige Leistungen ab. Zwingend mehrwertsteuerpflichtig ist z. B. die Depotverwaltung und Anlageberatung, freiwillig kann die Bank sogar auf Zinsen Mehrwertsteuer aufschlagen. Gerade letzteres kommt bei den Banken in letzter Zeit immer mehr in Mode, weil sie sich dadurch den Vorsteuerabzug für Bank-Investitionen verschaffen wollen.

Bei Kontoauszügen gilt: Kontoauszüge, die Bankleistungen beinhalten, gelten als Rechnung, sodass hieraus immer der Vorsteuerabzug möglich ist. Ansonsten gilt: Wenn Sie aus Kontoauszügen Vorsteuer ziehen wollen, muss der Kontoauszug der Bank alle Merkmale einer Rechnung aufweisen. Insbesondere bei der Absenderanschrift und bei der Empfängeranschrift dürfte es hier manchmal Probleme geben. Denn wenn die Leistung z. B. auf einem Blatt 5 abgerechnet wird, fehlt dabei oft Name und Anschrift des Bankkunden. Des Weiteren muss die Rechnung eine Rechnungs-Nummer haben, Nettobetrag, Mehrwertsteuer und Bruttobetrag. Nur wenn alle Angaben auf dem Bankauszug enthalten sind, gibt es den Vorsteuerabzug, wobei fehlende Angaben aus anderen Unterlagen ergänzt werden können.

Tipp am Rande: Wenn Ihre Bank von Ihnen die Zustimmung haben will, die Zinsen ab sofort plus Mehrwertsteuer abzurechnen, sollten Sie dafür ein Entgegenkommen verlangen. Denn wenn Sie nicht zustimmen, kann die Bank das nicht so einfach umstellen. Verlangen Sie also ruhig etwas für Ihr OK.

Angabe der Rechnungs-Nummer: Das Steuergesetz verlangt die Angabe einer „fortlaufenden“ Nummer. Das heißt aber nicht, dass Sie bei 1 anfangen müssen und nun stur alle Rechnungen nach diesem Schema durchnummerieren müssen. Sie dürfen durchaus verschiedene Nummernkreise verwenden. Es ist lediglich erforderlich, dass jede Rechnungs-Nummer nur einmal vorkommt. Fortlaufend braucht es also nicht unbedingt zu sein. (Abschn. 185 Abs. 10 UStR sowie OFD Karlsruhe, 11.02.08, DStR 08, 677)


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