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05.06.2008

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Abschreibung: Wann heißt es künftig: ab in den Pool?

Seit diesem Jahr gelten neue Regeln für die Abschreibung, die vielen Unternehmen Kopfzerbrechen bereiten.

Ab in den Pool: Nur noch Güter bis 150 Euro netto können Sie im Anschaffungsjahr abschreiben. Güter von 150,01 bis 1.000 Euro werden in einem so genannten Pool zusammengefasst und über 5 Jahre abgeschrieben.

Ausnahme: Unbewegliche und immaterielle Güter: In den Pool kommen nur Güter, die im Betrieb mindestens ein Jahr genutzt werden und nicht zum Weiterkauf bestimmt sind. Dabei muss es sich um eine bewegliche Sache nach § 90 BGB handeln. Unbewegliche Güter (Immobilien, Grundstücke, Beteiligungen usw.) oder immaterielle Güter (Lizenzen, Firmennamen usw.) kommen demnach nicht in den Pool.

Software gilt zwar grundsätzlich als immaterielles Gut, aber: Programme mit einem Nettowert von 150,01 bis 1.000 Euro (Trivialprogramme) oder Software, die Datenbestände oder allgemein zugängliche Daten speichern (hierzu gehören auch Word, Excel und andere Office-Anwendungen), müssen Sie über den Pool abschreiben.

Auch die alleinige Nutzbarkeit spielt eine Rolle: Bei voneinander abhängigen Geräten gilt der Gesamtwert. Kosten z. B. PC und Monitor zusammen weniger als 1.000 Euro, muss der Gesamtbetrag in den Pool aufgenommen werden, selbst wenn ein Teil weniger als 150 Euro kostete.

So ermitteln Sie den Wert: Nicht nur die reinen Anschaffungskosten werden berücksichtigt. Auch Nebenkosten wie Transport, Aufbau- und Einrichtungskosten oder ähnliches müssen Sie ebenso wie Abschläge (Rabatte, Skonti usw.) mit dem Nettowert berücksichtigen. Bei Privateinlagen, die maximal drei Jahre alt sind, wird eine imaginäre Abschreibung vorgenommen. Dabei wird der Wert angesetzt, den ein unbeteiligter Dritter dafür zahlen würde (als Beweis können Angebote, Schätzungen oder auch Internetvergleiche herangezogen werden), höchstens aber die ursprünglichen Anschaffungskosten.

Die Behandlung des Pools ist einfach, hat aber ihre Haken: Die Poolwerte eines Jahres müssen Sie zusammenrechnen und dann über fünf Jahre mit je 20 Prozent abschreiben, sodass ein Pool nach dieser Zeit auf Null steht. Gegenstände, die Sie aus dem Pool verkaufen, können Sie nicht sofort komplett abschreiben, sondern Sie müssen sie im Pool stehen lassen.


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