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05.09.2008

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Firmenwagen: Vorsteuer-Halbierung kommt 2009 wieder

1999 hatte Oskar Lafontaine den Vorsteuerabzug beim Kauf von Geschäftsautos halbiert. Da er die erforderliche Genehmigung der EU vergessen hatte, lief dieser Unfug 2003 wieder aus (§ 27 Abs. 5 UStG). Jetzt will es die große Koalition cleverer anstellen und die Sache 2009 wieder einführen. Aber auch jetzt hängt die Sache noch an der Genehmigung der EU.

Betroffen: Die Gesetzesänderung wird nur Einzelunternehmen und Personengesellschaften betreffen und auch dort nur Autos, die zu weniger als 90 % geschäftlich genutzt werden. Wer den vollen Vorsteuerabzug will, wird mit einem Fahrtenbuch über 90 Prozent betriebliche Nutzung des Autos belegen müssen.

Weiterhin 100 % Vorsteuerabzug: Autos von GmbH-Geschäftsführern und Arbeitnehmern sind nicht betroffen. Denn die Überlassung an einen Mitarbeiter gilt per Definition als „100 Prozent betrieblich“. Selbst wenn dieser das Auto ausschließlich privat nutzt.

Tipp für Einzelunternehmer/Kommanditisten: Ziehen Sie einen ohnehin geplanten Autokauf auf 2008 vor. Falls Sie erst 2009 kaufen, kann es sinnvoll sein, lieber der mitarbeitenden Ehefrau einen Dienstwagen zur Verfügung zu stellen. Denn dann gibt's den vollen Vorsteuerabzug. Kauft der Chef für sich selbst, nur den halben.

Trostpflaster: Zum Ausgleich für die halbierte Vorsteuer müssen Sie keine Umsatzsteuer mehr auf den Eigenverbrauch zahlen.

Kompliziert: Verkaufen Sie das Auto wieder, müssen Sie die volle Mehrwertsteuer berechnen. Verkaufen Sie das Auto aber innerhalb von fünf Jahren, bekommen Sie anteilig Vorsteuern wieder zurück, die Ihnen beim Kauf zunächst verwehrt wurden. Beispiel: Kommanditist K. kauft 2009 einen privat mitbenutzen Geschäftswagen für 47.600 Euro brutto. Statt 7.600 Euro Vorsteuer bekommt er nur 3.800 Euro. Nach zwei Jahren verkauft er das Auto wieder. Weil das drei Jahre vor Ablauf des maßgeblichen Fünfjahreszeitraumes ist, bekommt K. 3/5 der ursprünglich nicht ausbezahlten Vorsteuer nachträglich im Verkaufsmonat vom Finanzamt noch zurück erstattet. Das sind 3/5 von 3.800 Euro, also 2.280 Euro.


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