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06.10.2008

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„Home Office“: Sparen Sie und Ihre Mitarbeiter Steuern

Wenn ein Mitarbeiter bei sich zu Hause ein Arbeitszimmer hat, von dem aus er regelmäßig für die Firma tätig ist und er daneben auch noch im Betrieb selbst einen Schreibtisch hat, dann gelten beide Arbeitsstätten als „regelmäßige Arbeitsstätte“ im Sinne der Lohnsteuerrichtlinien. (H 9.5 „Allgemeines“ LStR, DStR 08, 1083)

Die Folge: Fahrten zwischen diesen zwei Arbeitsstätten (zu Hause und im Betrieb) unterliegen nicht der Beschränkung der Pendlerpauschale und sind auch nicht lohnsteuerpflichtig, falls ein Dienstwagen benutzt wird.

Beispiel: Außerdienstmitarbeiter Meier arbeitet zwei Tage zu Hause in seinem Home Office, wo er per Telearbeitsplatz mit der Firma verbunden ist. Drei Tage die Woche ist er im Betrieb tätig. Die Entfernung beträgt 20 km. Alternative 1 – Dienstwagen: Falls Meier einen Geschäftswagen von der Firma hat, muss er keine Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte versteuern, da für Fahrten zwischen zwei Arbeitsstätten kein geldwerter Vorteil zu versteuern ist. Alternative 2 – Privatwagen: Benutzt Meier seinen Privatwagen, kann er pro tatsächlich gefahrenem Kilometer lohnsteuerfrei 30 Cent bekommen bzw. in seiner Steuererklärung angeben. Wohlgemerkt: Pro gefahrenem Kilometer, also doppelt so viel wie je Entfernungskilometer. Die Beschränkung der Pendlerpauschale (Ansatz erst ab dem 21. Kilometer) gilt hier nicht.

Gefahr bei dieser Gestaltung: Wir haben hier den seltenen Fall, dass die Finanzverwaltung in ihren Richtlinien großzügiger ist als das Gesetz oder die Rechtsprechung. Kommt nun ein Lohnsteuerprüfer zu Ihnen, der die Sache nicht so großzügig sehen will, haben Sie ein Problem. Denn womöglich würden Sie bei einem Rechtsstreit bei einem Finanzgericht den Kürzeren ziehen, weil das Finanzgericht nicht an die Lohnsteuerrichtlinien gebunden ist. Sie könnten dann die nachträglich eingeforderten Steuern bei Ihrem Mitarbeiter nicht nachfordern.

Chance für Mutige: Falls Sie dieses Risiko aber eingehen wollen, bzw. darauf spekulieren, dass keine Lohnsteuerprüfung kommt, so können Sie diesen Passus der Lohnsteuerrichtlinien durchaus für sich nutzen. Das gilt natürlich erst recht für sich selbst als Geschäftsführer.


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