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20.10.2008

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Firmenwagenüberlassung an Mitarbeiter korrekt buchen

Die Überlassung eines Firmenwagens zur privaten Nutzung an Mitarbeiter ist lohnsteuerpflichtig. Das wird auch meistens richtig gemacht.

Was manche vergessen: Die Überlassung des Firmenwagens kostet auch Umsatzsteuer. Denn es wird unterstellt, dass der Mitarbeiter in Höhe des geldwerten Vorteils laut Ein-Prozent-Regelung eine Miete an seinen Arbeitgeber bezahlt. Aus diesem Wert, der ein Bruttowert ist, müssen Sie die Mehrwertsteuer herausrechnen und abführen.

So verbuchen Sie bzw. Ihre Buchhaltung das korrekt: Um hier zu den richtigen Werten in der Buchhaltung zu kommen, macht man eine „Luftbuchung“ mit dem Bruttowert als Aufwandsbuchung und dem Nettowert und der Mehrwertsteuer als gegenläufige Umsatzbuchung.

Ein Beispiel soll Ihnen dies erläutern: Arbeitnehmer Meier hat einen Dienstwagen, den er auch privat nutzen darf. Der Wagen hatte einen Bruttolistenneupreis von 47.680 Euro. Dieser Wert ist zunächst auf volle 100 Euro abzurunden, hier also auf 47.600 Euro. Nehmen wir an, dass Herr Meier direkt neben der Firma wohnt und somit Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nicht anfallen. Somit ist zu jeden Monat zu verbuchen: Ein Prozent von 47.600 Euro = 476 Euro. Dieser Wert ist ein Bruttowert, aus dem die Mehrwertsteuer herauszurechnen ist. Das sind also genau 400 Euro + 19 % = 76 Euro Mehrwertsteuer.

Die Buchung lautet daher im Soll: „Konto Gehaltsaufwand (z. B. 4120 (SKR03) oder 6020 (SKR04) - bzw. Sie legen ein extra Unterkonto an): 476 Euro“. Die Buchung im Haben: „8611 (SKR03) bzw. 4947 (SKR04) ‘Verrechnete sonstige Sachbezüge 19 %’ 400 Euro und 1776 bzw. 3806 ‘Mehrwertsteuer 19 %’ 76 Euro“.

Übrigens: Bei der Dienstwagenüberlassung an Mitarbeiter gibt es keine Kürzung der Bemessungsgrundlage um 20 Prozent.


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