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19.11.2008

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Bei der Unternehmensregisterbilanz nicht herumspielen

Der eine oder andere Unternehmer trägt sich mit dem Gedanken, die Unternehmensregisterbilanz lieber selber hochzuladen, statt dies den Steuerberater tun zu lassen, um sich so Honorar zu sparen. Dazu sollten Sie
wissen:
Selbstverständlich ist es Ihr gutes Recht, das selber zu tun. Unter www.ebanz.de finden Sie die gesamte notwendige Software hierfür. Wenn Sie das Hochladen in dem vorgegebenen Dateiformat vornehmen, kostet Sie die Veröffentlichung nur 35 Euro (mittelgroße Kapitalgesellschaften 55 Euro). 

Aber was ist in diesen Fällen? Angenommen, Sie stellen nach dem Upload fest, dass die offengelegte Bilanz doch nicht Ihren Vorstellungen entspricht? Oder dass Sie Bilanzierungsfehler gemacht haben? Oder bestimmte peinliche Aussagen im Anhang doch lieber weggelassen hätten? In all diesen Fällen gibt es keine Korrektur- oder Löschmöglichkeit. Sie können zwar sehr wohl einen berichtigten Jahresabschluss aufstellen und diesen an den Bundesanzeiger übermitteln. Allerdings erscheint dieser dann mit der Überschrift „Berichtigter Jahresabschluss“ und daneben ist noch Ihr alter, fehlerhafter Jahresabschluss zu sehen.

Ausnahmefall: Den falschen hochgeladenen Jahresabschluss zu berichtigen, macht der Bundesanzeiger nur in Ausnahmefällen, z. B. bei Tippfehlern (Name falsch geschrieben) oder verrutschten Zeilen beim Einscannen von Dokumenten.

Fazit: Ein einmal offengelegter Jahresabschluss lässt sich nicht mehr korrigieren, auch wenn er noch so peinlich und fehlerhaft ist. Man kann nur einen berichtigten Jahresabschluss daneben stellen, der ursprüngliche bleibt aber für jedermann sichtbar. Deshalb sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie hier selber Hand anlegen wollen oder lieber von vornherein einen Profi mit der Offenlegung beauftragen. Idealerweise kann Ihr Steuerberater das souverän für Sie erledigen, wobei er sich schon mit den Vorschriften des Handelsrechts gut auskennen sollte. Das ist aber leider nicht bei allen Steuerberatern der Fall.


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