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05.05.2009

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„Das lassen wir mal den Prüfer finden!“ Ist das clever?

Alle Steuergesetze und Verwaltungsanweisungen bis ins letzte Detail zu beachten und umzusetzen – das schafft kaum einer. Das sind auch Betriebsprüfer gewohnt, die bei ihren - meistens drei Jahre umfassenden - Prüfungen viele kleinere und größere Fehler richtig stellen.

Soll man es grundsätzlich auf die Betriebsprüfung ankommen lassen? Immer wieder kommt es vor, dass man eine Information bekommt, nach der dies oder das neuerdings zu versteuern sei. Manch ein Unternehmer sagt dann: „Humbug. Wir lassen alles so wie es ist und lassen es drauf ankommen. Soll das doch der Betriebsprüfer finden, dann müssen wir halt nachzahlen.“

Ist das clever oder gefährlich? Das kommt darauf an. Es gibt unzählige Bereiche des Steuerrechts, wo man sich in einer Grauzone bewegt. Dort gibt es eine große Bandbreite zwischen der Auffassung der Finanzverwaltung einerseits und steuerzahlerfreundlichen Urteilen oder Meinungen von Steuerexperten andererseits. Es ist durchaus zulässig, diese Bandbreite auszuschöpfen und es drauf ankommen zu lassen. Interpretationsspielräume geschickt auszunutzen – das ist auch Inhalt vom „GmbH-Geschäftsführer Persönlich“.

Was man aber nicht machen darf: Trotz besserer Erkenntnis vorsätzlich eine eindeutige steuerliche Vorschrift nicht beachten. Beispiel: Der letzte Lohnsteuerprüfer hat bemängelt, dass diverse Dienstwagennutzer keinen geldwerten Vorteil für den Dienstwagen versteuern. Er hat das dann nachgeholt und dem Geschäftsführer aufgegeben, diese geldwerten Vorteile ab sofort jeden Monat auf die Gehaltsabrechnungen der betreffenden Mitarbeiter zu setzen. Wenn man jetzt immer noch sagt: „Ach was, das soll dann eben wieder der nächste Betriebsprüfer finden.“ hätte man ein ernstes Problem, wenn man das nächste Mal an einen ekelhaften Prüfer gerät. Der könnte einem mit Fug und Recht Steuerhinterziehung unterstellen.

Fazit: Interpretationsspielräume auszunutzen und es auf die Betriebsprüfung ankommen lassen – das ist in Ordnung. Wider besseres Wissen eindeutige Hinweise des letzten Betriebsprüfers auf die Rechtslage nicht umzusetzen – das kann ins Auge gehen.


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