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07.07.2009

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Korrekte Rechnung: erst vom Prüfer „erwischen“ lassen?

Rechnungen berechtigen nur dann zum Vorsteuerabzug, wenn sie insgesamt neun Merkmale enthalten. Gerade Rechnungen von kleineren Firmen weisen hier oftmals die eine oder andere Lücke auf.

Die häufigsten Fehler: Keine Angaben zum Leistungszeitpunkt und keine korrekte Beschreibung der Leistung. Manch ein Unternehmer ist so genervt von all diesen Anforderungen, dass er sagt: „Ich warte, ob das Finanzamt die fehlerhafte Rechnung überhaupt bemerkt, dann kann ich ja immer noch eine korrekte Rechnung nachfordern.“

Diese Vorgehensweise beinhaltet zwei Risiken: 1. Der Rechnungsaussteller könnte bis dahin vielleicht gar nicht mehr existieren (Tod, Insolvenz). 2. Sie haben den Vorsteuerabzug erst, sobald Ihnen die korrekte Rechnung vorliegt. Und das kann erhebliche Nachzahlungszinsen auslösen.

Beispiel: Unternehmer X erhielt im Dezember 2007 eine Maschine geliefert für knapp 53.000 Euro netto + 10.000 Euro Mehrwertsteuer. Auf der Rechnung war kein Lieferzeitpunkt angegeben. Herr X tut nichts. Im Jahr 2011 kommt ein Betriebsprüfer und moniert die fehlerhafte Rechnung. Erst im Dezember 2011 beschafft der X daraufhin eine korrigierte Rechnung. Der Betriebsprüfer streicht nun im Dezember 2007 den Vorsteuerabzug und holt ihn im Dezember 2011 nach. Für diese 10.000 Euro muss der Unternehmer nun für 33 Monate (48 Monate - 15 Monate Karenzzeit) jeweils 0,5 % Zinsen, also insgesamt 16,5 % Zinsen zahlen.

Fazit: Das ist bei 10.000 Euro Vorsteuerbetrag ein Strafzins in Höhe von 1.650 Euro. Diesen Schaden hätte man vermeiden können, wenn man die fehlerhafte Rechnung sofort moniert hätte.


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