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04.11.2009

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Erklären Sie Ihrem Mitarbeiter das Gehalt mit Firmenwagen

Die Versteuerung eines Firmenwagens macht eine Gehaltsabrechnung etwas kompliziert. Wir haben von Fällen gehört, in denen ein Arbeitnehmer mault, weil ihm der zusätzlich zum Gehalt versprochene Dienstwagen angeblich nun doch vom Gehalt abgezogen wird. Grund für solch ein Missverständnis ist das Nichtverstehen einer Gehaltsabrechnung mit Dienstwagen. Um solchen Irrtümern begegnen zu können, muss man die Grundstruktur einer Gehaltsabrechnung mit Dienstwagen verstehen. Ein Beispiel:

Abrechnung ohne Dienstwagen: Der Einfachheit halber unterstellen wir, dass 30 Prozent Lohnsteuer und 20 Prozent Sozialabgaben abgezogen werden. Der Mitarbeiter hat ein Bruttogehalt von 3.000 Euro. Die Abrechnung sieht so aus:

Brutto
3.000
 ./. 30 % Lohnsteuer
  -900
 ./. 20 % Sozialversicherung   -600
 Netto-Überweisung
 1.500

               
      
Abrechnung mit Dienstwagen: Der Arbeitnehmer erhält nun einen Wagen im Wert von 30.000 Euro zusätzlich zum Gehalt. Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte lassen wir der Einfachheit halber weg. Also:

Brutto 
3.000
 plus Dienstwagen (1 %)
 +300
 Zwischensumme  3.300
 ./. 30 % Lohnsteuer
 -990
 ./. 20 % Sozialversicherung  -660
 Zwischensumme 2  1.650
 minus Sachbezug Dienstwagen
 -300
 Netto-Überweisung 
 1.350

                                
Wenn ein Mitarbeiter nun mault: „Sie ziehen mir den Dienstwagen ja vom Gehalt ab!“, kontern Sie so: „Nein, der Abzug der 300 Euro bewirkt ja nur, dass Sie diese 300 Euro, die Sie ja in Gestalt des „Sachbezugs Dienstwagen“ zusätzlich bekommen, nicht auch noch als Bar-Überweisung bekommen, also doppelt. Man kann den Dienstwagen quasi als Gehaltserhöhung um 300 Euro sehen, die natürlich versteuert werden muss, um danach vom Nettogehalt abgezogen zu werden, da man ja nicht wirklich mehr Gehalt, sondern eben einen Dienstwagen bekommt. Die 300 Euro werden also oben aufs Brutto draufgeschlagen, versteuert und unten wieder abgezogen.

Anders ausgedrückt: Dem Mitarbeiter werden jetzt die Abgaben auf den zusätzlichen Sachbezug „Dienstwagen“ abgezogen. Bei einem Abgabensatz von 50 % in unserem Beispiel sind das bei 300 Euro genau 150 Euro. Und das ist auch die Differenz zwischen dem alten Nettogehalt (1.500 Euro) und der neuen Netto-Auszahlung (1.350 Euro).


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