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05.02.2010

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Bei Ausscheiden eines Mitarbeiters die Umlage U1 nutzen

Wenn ein Mitarbeiter unfreiwillig ausscheidet oder selber kündigt, liegen zwischen dem Entschluss zum Aufhören und dem rechtlichem Ende des Arbeitsverhältnisses oft Wochen oder gar Monate. Viele Arbeitgeber denken zu Recht: „Dann soll er doch gleich wegbleiben. Wenn der jetzt noch wochenlang in meiner Firma rumhängt, stiftet das nur Unfrieden.“

Der professionelle, aber teure Weg: Man stellt den Mitarbeiter ab sofort unter Anrechnung von Urlaubs- und Überstundenansprüchen von der Pflicht zur Arbeitsleistung frei. Der andere Weg: Man besteht darauf, dass der Mitarbeiter bis zum letzten Tag seines Arbeitsverhältnisses zur Mitarbeit verpflichtet bleibt. Vielleicht werden Sie nun denken: „Soll ich ihn vielleicht dazu zwingen? Dann macht der doch eh bloß krank.“ Da haben Sie natürlich Recht. Aber wenn sich der Mitarbeiter tatsächlich krank meldet, und Sie maximal 30 Mitarbeiter beschäftigen, können Sie sich bis zu 80 % des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts über die Umlage U1 ersetzen lassen.

Beispiel: Am 15. Februar kündigen Sie einem Mitarbeiter fristgemäß bis zum 31. März. Bruttogehalt des Mitarbeiters: 2.000 Euro. Nach Erhalt der Kündigung geht der Mitarbeiter sofort zu einem Arzt und lässt sich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bis Ende März ausstellen. Sie müssen das Gehalt für die 1 ½ Monate in Höhe von 3.000 Euro fortzahlen. Über die Krankenkasse holen Sie sich 80 % davon = 2.400 Euro zurück. Hätten Sie den Arbeitnehmer hingegen mit der Kündigung sofort von der Verpflichtung zur Arbeitsleistung freigestellt, wäre das nicht mehr möglich gewesen.


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