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05.02.2010

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Firmenwagen: Zahlt das Finanzamt wirklich die Hälfte?

Jeder von uns hat seinen schwachen Punkt, bei dem man seinen gesunden Menschenverstand absichtlich ausschaltet. Bei Frauen sind es häufig Handtaschen, bei Männern oft das Auto. Hier sind manche gefährdet, sich eigentlich ein viel zu kostspieliges Auto schönzurechnen mit dem Argument: „Die Hälfte zahlt ja das Finanzamt.“

Stimmt das wirklich? Zahlt das Finanzamt wirklich die Hälfte? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, unterstellen wir einen gehobenen Mittelklassewagen mit 60.000 Euro Brutto-Preis und 700 Euro Netto-Leasingrate. Fahrleistung 20.000 km p. a. und 4.500 Euro Netto-Betriebskosten im Jahr.

Ebene der GmbH & Co KG: 12.900 Euro Ausgabe, ca. 5.700 Euro Steuerersparnis; verbleibende Kosten: 7.200 Euro. Etwa 55 Prozent der Kosten bleiben also an der GmbH & Co KG hängen. Bis jetzt stimmt es: Das Finanzamt zahlt (knapp) die Hälfte. Ebene des Kommanditisten persönlich (Wohnort direkt neben der Firma unterstellt): Entnahme 12 x 600 Euro im Monat. Darauf 42 Prozent plus Soli = etwa 3.200 Euro Steuer. Wenn noch 10 Kilometer für die Strecke zwischen Wohnung und Arbeit dazu kommen, sind es fast 4.000 Euro Steuer. Von den 5.700 Euro Steuerersparnis bleibt dann nicht mehr viel.

Fahrtenbuch: Wenn Sie ein Fahrtenbuch mit 100 % betrieblicher Nutzung führen, können Sie das Finanzamt tatsächlich fast zur Hälfte an den Kosten beteiligen. Aber kriegen Sie 100 % betriebliche Nutzung wirklich glaubwürdig hin?

Fazit: Schöne Autos können begeistern. Wenn man sich das leisten kann und will, spricht auch nichts dagegen. Der Satz „Alles halb so schlimm, denn das Finanzamt zahlt die Hälfte“ stimmt aber nicht. Die Wahrheit ist: Sie bleiben auf 55 bis 85 Prozent der Autokosten selber sitzen.


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