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19.03.2010

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Bei einer Lohnsteuerprüfung die Sozialkassen ausbremsen

In aller Regel ist es so, dass alles, was der Lohnsteuer unterliegt, auch Sozialabgaben kostet. Deshalb werden Nachzahlungen bei einer Lohnsteuerprüfung doppelt teuer. 20.000 Euro Lohnsteuer-Nachzahlung kosten dann meist Sozialabgaben in etwa gleicher Höhe.

Woher erfährt die Sozialversicherung davon?
Sie sind verpflichtet, Lohnsteuer-Prüfungsberichte der DRB (Deutsche Rentenversicherung Bund) zu übersenden, die diese dann auswertet. Wenn Sie das nicht gleich freiwillig machen, wird der nächste Krankenkassenprüfer garantiert danach fragen.

Es gibt jedoch eine Möglichkeit, den Sozialabgaben zu entkommen: Wenn die Lohnsteuer für „sonstige Bezüge in einer größeren Zahl von Fällen“ nach § 40 Absatz 1 Nr. 1 EStG pauschaliert wird, fällt die Sozialversicherung flach. Denn § 1 Nr. 2 der Sozialversicherungsentgeltverordnung bestimmt: „Dem Arbeitsentgelt sind nicht zuzurechnen (…) sonstige Bezüge nach § 40 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes.“

Beispiel: Die Firma X hat Mini-Jobber beschäftigt, die die Kriterien eines Mini-Jobs gar nicht erfüllen. Der Lohnsteuerprüfer stellt - mit Recht - fest, dass normale Lohnsteuer nachzufordern ist. Um der Firma X die happige Nachzahlung schmackhaft zu machen und langwierige Einspruchsverfahren zu vermeiden, schlägt der Lohnsteuerprüfer vor, die Nachzahlung nach § 40 Absatz 1 Nummer 1 EStG zu pauschalieren - obwohl diese Vorschrift gar nicht für den Fall passt. Vorteil für die Firma X: Die Sozialkassen gehen leer aus.

Fazit: Falls bei einer Lohnsteuer-Prüfung Nachzahlungen herauskommen, fragen Sie in der Schlussbesprechung, ob das Finanzamt die Pauschalierung nach § 40 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG durchführen kann. In der Regel wird das Finanzamt zustimmen, um die Sache schnell abzuschließen - und Sie sind um die Sozialabgaben herumgekommen.

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