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19.03.2010

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Kann der Lohnsteuerprüfer wegen fehlender Stundenaufzeichnungen bei Ihren Mini-Jobbern den gesamten Lohn als normalen Arbeitslohn nachversteuern?

Stellen Sie sich folgenden Fall vor: Sie haben eine Lohnsteuerprüfung im Hause. Der Prüfer moniert die fehlenden Stundenaufzeichnungen bei Ihren Mini-Jobbern und will den gesamten Lohn als normalen Arbeitslohn nachversteuern. Kann er das?

Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage: 2003 wurden alle Vorschriften über Höchststundenzahl und maximalen Stundenlohn abgeschafft. In § 4 Abs. 2 Nr. 8 LStDV werden folgende Aufzeichnungen verlangt: „Name und Anschrift, Dauer der Beschäftigung, Tag der Zahlung, Höhe des Arbeitslohns“.

Was bedeutet „Dauer der Beschäftigung“? Prüfer behaupten oft, damit seien die geleisteten Arbeitsstunden gemeint. Aber „Dauer der Beschäftigung“ könnte z. B. auch heißen: „1. März bis 31. Mai“.

Ob Prüfer des Finanzamts überhaupt befugt sind, das Vorliegen eines Mini-Jobs zu beurteilen, ist generell fraglich. Denn § 40 a Abs. 2 EStG folgt § 8 SGB IV. Daraus lässt sich schließen, dass nur ein Sozialversicherungsprüfer das Vorliegen eines Mini-Jobs beurteilen kann. Das Finanzamt hat sich dem kritiklos anzuschließen.

Fazit: Der Lohnsteuerprüfer kann nicht allein wegen fehlender Stundenzettel den Mini-Job in Frage stellen. Hinweis: Zur Sicherheit empfehlen wir aber, diese Aufzeichnungen zu führen, falls sich die Stunden nicht ohnehin aus dem Arbeitsvertrag ergeben (z. B.: „freitags von 15 bis 20 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr“).


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