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21.04.2010

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Wann sich die neue Niedrigsteuer für Sie wirklich lohnt

Seit 2008 gibt es für GmbH & Co KGs (und andere Personenunternehmen) auf Antrag eine Niedrigsteuer von 28,25 Prozent für nicht entnommene Gewinne.

Der echte Steuersatz ist freilich viel höher:
Denn die 28,25 Prozent gelten nicht für die Entnahmen, die notwendig sind, um Gewerbesteuer und Einkommenssteuer zu zahlen. Sie müssen auf diese Entnahmen zuerst die volle Einkommenssteuer zahlen. Dadurch kommen Sie im Endergebnis nicht auf einen Steuersatz von 28,25 Prozent, sondern auf bis zu 36 Prozent Gesamtsteuersatz.

Das bedeutet: Falls Sie der Reichensteuer unterliegen und keinen Antrag auf Niedrigsteuer stellen, zahlen Sie inklusive Soli 47,4 Prozent, mit Antrag auf Niedrigsteuer und späterer Entnahme 48 Prozent. Der Unterschied ist so gering, dass es sich fast immer lohnt, den Antrag auf Niedrigsteuer zu stellen. Denn Ihre GmbH & Co KG hat einen Zinsvorteil, weil sie mit der hinausgeschobenen Steuer mindestens ein Jahr lang arbeiten kann. Aber: Das gilt eben nur, falls Sie der Reichensteuer unterliegen.

Der Antrag lohnt sich nicht bei 40 Prozent Steuersatz oder weniger:
Denn hier steigt der Gesamtsteuersatz von 42,2 Prozent (normale Steuer) auf 46,15 Prozent (Niedrigsteuer + Ausschüttung). Das ist soviel Mehr-Belastung, dass es sich nur lohnt, wenn Sie den Gewinn sehr lange im Unternehmen belassen (z. B. 10 Jahre). (Falls Ihr Steuerberater genau nachrechnen will, findet er hier die Berechnungen: Der Betrieb 07, 1099 und DStR 07, 646.)

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