/images/gmbhp-home-image1.jpg

IZW Tipp-Datenbank -

Ohne langes Lesen verständlich für Sie zusammengefasst.

Jetzt bis 31.03.21 kostenlos testen, denn als Abonnent haben Sie unbegrenzten Zugriff auf alle Tipps! Zur Leseprobe

Tipps suchen...
Zum PDF Archiv

19.01.2011

Als PDF herunter laden

Wie war das noch einmal mit Gewinn und Jahresüberschuss bei einer GmbH & CoKG?

Die Begriffe „Gewinn vor Steuern“, „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“ und „Jahresüberschuss“ sowie „Steueraufwand“ werden gerne durcheinander gebracht. Deshalb hier noch einmal ein Überblick:

Jahresüberschuss: Das ist stets der Gewinn nach Steuern. In der Gewinn- und Verlustrechnung der KG wird unter der Position „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ nur die Gewerbesteuer abgezogen. Die Einkommenssteuer der Gesellschafter ist eine private Steuer und wird daher NICHT in der Gewinn- und Verlustrechnung der KG ausgewiesen.

Zu versteuerndes Einkommen: Zu versteuern ist allerdings nicht der Jahresüberschuss, sondern der Gewinn vor Steuern, das ist in aller Regel der Jahresüberschuss plus Gewerbesteuer. Wenn man steuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen beiseite lässt und annimmt, dass es keine außerordentlichen Erträge und Aufwendungen gab, ist das „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“ identisch mit dem Gewinn vor Steuern, auf den Gewerbesteuer fällig wird. Beispiel: Der Jahresüberschuss einer KG ist 114.000 €. Die Gewerbesteuer betrug 10.500 €. Wie errechnet sich diese Steuer? 114.000 + 10.500 = 124.500 € Gewinn vor Steuern. Abzüglich Freibetrag in Höhe von 24.500 € macht das 100.000 € Bemessungsgrundlage. Bei unterstellten 300 % Hebesatz ist die Gewerbesteuer 3,5 x 300 %, also 10,5 %, hier ein Betrag von 10.500 €.

Bei der Komplementär-GmbH ist es ähnlich: Auch hier ist der „Jahresüberschuss“ der Gewinn nach Steuern, allerdings zahlt die Komplementär-GmbH weder Einkommenssteuer noch Gewerbesteuer (Gewerbesteuer zahlt nur die KG! Das wird manchmal falsch gemacht.), sondern Körperschaftssteuer. Diese beträgt incl. Soli 15,83 Prozent. Beispiel: Jahresüberschuss der Komplementär GmbH 2.525 €; Steuern vom Einkommen und vom Ertrag = 475 €, macht Gewinn vor Steuern 3.000 €. Probe: 3.000 x 15,83 % = knapp 475 €.

Hat sich an all dem seit 2008 etwas geändert? Nein. 2008 wurde zwar die Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer als steuerliche Betriebsausgabe abgeschafft, das hat aber an diesem Schema nichts geändert. Der Jahresüberschuss laut Gewinn- und Verlustrechnung muss natürlich identisch sein mit dem Jahresüberschuss laut Bilanz.

Tipp für die KG-Bilanz: Den Jahresüberschuss können Sie gleich umbuchen auf „Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern“. Dadurch erscheint er nicht in der zu veröffentlichenden Unternehmensregisterbilanz.


zurück