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18.02.2011

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Bilanzoffenlegung: „Datum der Feststellung“ angeben!

Viele im Bundesanzeiger veröffentlichten Bilanzen weisen erhebliche inhaltliche Fehler auf. Das Bundesamt für Justiz hat zwar in noch keinem bekannten Fall irgendeinen dieser Mängel aufgegriffen. Kurioserweise geht das Amt nun aber gegen GmbHs und GmbH & Co KGs vor, die das „Datum der Feststellung“ (§ 328 HGB) vergessen haben. Der Bundesanzeiger-Verlag weist in seinen Beanstandungen die betreffenden Unternehmen ausdrücklich darauf hin, dass man dieses anzugeben hat und droht sogar Bußgelder an (§ 334 HGB).

Unsere Empfehlung: Schreiben Sie künftig oder nach Aufforderung in Ergänzung schon veröffentlichter Bilanzen (kostet noch einmal die Gebühr wie die Erstveröffentlichung) als letzten Satz unter dem Anhang: „Dieser Jahresabschluss wurde von der Gesellschafterversammlung festgestellt am (…).“

Zur Erinnerung die zeitliche Abfolge: Zuerst wird ein Jahresabschluss aufgestellt. Das kann entweder die Gesellschaft selber oder ein Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer machen. Bei mittelgroßen GmbHs/GmbH & Co KGs (Faustregel: Ab 9,68 Mio. Umsatz) erfolgt anschließend die Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer. Auch zu diesem Zeitpunkt hat die Bilanz noch reinen Entwurfscharakter. Eine rechtliche Wirkung hat dieser Entwurf nicht. Erst mit der Feststellung durch die Gesellschafterversammlung wird daraus ein rechtsverbindlicher Jahresabschluss. Zu guter Letzt erfolgt dann die Offenlegung des festgestellten Jahresabschlusses.


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