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18.02.2011

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Holen Sie sich das Gehalt kranker Mitarbeiter zurück!

Erstaunlich, aber wahr: Es soll Unternehmen geben, die zwar die „Umlage U1“ bezahlen, es aber vergessen, sich für kranke Mitarbeiter den Lohn von der Krankenkasse zurück zu holen. Daher im Folgenden noch einmal zur Erinnerung die wichtigsten Fakten zum Umlageverfahren.

Wer darf und muss mitmachen? Alle, die maximal 30 Arbeitnehmer beschäftigen.

Dabei werden nicht mitgezählt: Azubis, Schwerbehinderte sowie Leute, die in der Freistellungsphase der Altersteilzeit oder in Elternzeit sind. Auch Bezieher von Vorruhestandsgeld zählen nicht mit.

Für Teilzeitbeschäftigte gilt:
Mitarbeiter mit höchstens zehn Stunden in der Woche zählen zu 25 %, bis 20 Wochenstunden zu 50 % und bis 30 Stunden zu 75 %.

Kein Unterschied mehr zwischen Arbeitern und Angestellten: Früher gab es die U1 nur für Arbeiter. Das ist aber bereits seit einigen Jahren weggefallen. Auch Angestellte sind jetzt versichert.

Für welche Ausfälle zahlt die U1? Die U1 zahlt bei Krankheitsausfällen „normaler“ Arbeitnehmer, für Azubis und auch für Minijobber. Die letzten zwei werden manchmal vergessen.

Was kostet und was bringt die U1? Das ist je nach Krankenkasse unterschiedlich, bei einigen Kassen sogar je nach Bundesland. Jede Krankenkasse gibt einen bestimmten Standarderstattungssatz und eine Standardumlage vor, wobei Sie aber durch individuelle Erklärung auch weniger zahlen können und weniger Erstattung bekommen bzw. umgekehrt. Beispiel: Die DAK hat als Standarderstattungssatz 70 % und verlangt dafür 1,8 % Umlage.

Tipp zur Senkung des Beitrags: Es sind ja doch immer wieder die gleichen „Pappenheimer“, die oft krank sind. Wenn Sie Glück haben, sind diese Kandidaten bei einer extra Krankenkasse. Rechnen Sie sich also durch, ob Sie speziell für diese Krankenkasse, wo die häufig kranken Mitarbeiter versichert sind, einen hohen Umlagesatz wählen und bei einer anderen Krankenkasse, die eher gesunde Arbeitnehmer versichert, einen niedrigen Umlagesatz, weil Sie die Erstattung dort selten brauchen.

 Und noch ein Tipp: Der Rückgewährungsanspruch verjährt erst nach vier Jahren nach Entgeltfortzahlung. 2011 können Sie also noch Anträge für Krankheitsfälle bis zurück zum 01.01.07 stellen. (§ 6 AAG-Aufwendungsausgleichsgesetz)


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