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04.03.2011

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Dienstwagensteuer sollten Sie teilweise pauschalieren

Ein Arbeitnehmer, der einen Dienstwagen zur privaten (Mit-)Benutzung bekommt, muss zwei Positionen versteuern:

1. Die reinen Privatfahrten mit einem Prozent des Brutto-Listen-Neupreises. Reine Privatfahrten sind z. B. Spazierfahrten am Abend oder am Wochenende.

2. Die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Sofern kein Fahrtenbuch geführt wird, sind diese mit 0,03 % des Brutto-Listen-Neupreises je Kilometer anzusetzen.

Spar Tipp: Von den Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte können Sie einen Teil pauschal versteuern mit 15 Prozent - ohne Sozialabgaben. Dieser Teil berechnet sich so: Fahrten pro Monat x einfache Distanz x 30 Cent.

Beispiel: Otto bekommt einen Dienstwagen im Wert von 30.000 Euro brutto. Er wohnt zehn km entfernt. Otto muss versteuern:

1. 300 Euro für die Privatfahrten (30.000 Euro x ein Prozent) sowie

2. 90 Euro für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit (0,03 Prozent x 30.000 Euro x 10 km). Der Chef kann (wenn man 22 Fahrten in die Arbeit unterstellt) pauschal versteuern: 22 x 10 km x 30 Cent = 66 Euro. Darauf zahlt der Chef 15 Prozent Pauschalsteuer plus Soli. Otto bekommt dadurch etwa 30 Euro im Monat netto mehr heraus. Nur noch auf den Rest in Höhe von 24 Euro muss Otto den individuellen Steuersatz und Sozialversicherung bezahlen.

Zweischneidige Vereinfachungsregelung: Falls Sie die Pauschalierung unabhängig von Urlaub oder Krankheit nutzen wollen, dürfen Sie nur 15 Fahrten im Monat unterstellen. Dadurch verschenken Sie jedoch etwa 50 Fahrten im Jahr, denn 15 x 12 = 180. Wollen Sie die vollen 230 Fahrten nutzen, müssen Sie jeden Monat neu ermitteln, wie oft der Arbeitnehmer im Betrieb war.

Kann man die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit komplett pauschal versteuern? Bei günstigen Autos: ja. Die genaue Grenze für die vollständige Pauschalierung liegt beim Tausendfachen der monatlichen Fahrten ins Büro.

Beispiel:
Der Arbeitnehmer fährt 20 mal in den Betrieb. Die vollständige Pauschalierung ist möglich bis zu einem Listenpreis von 20 x 1.000 Euro = 20.000 Euro.


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