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04.03.2011

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Warum Sie Nettolohnvereinbarungen vermeiden sollten

Manche Mitarbeiter wollen beim Vorstellungsgespräch wissen, was vom Gehalt netto herauskommt. Manch ein Chef lässt sich dann dazu überreden, in den Vertrag zu schreiben: „Nettogehalt 1.200 Euro“. So etwas sollten Sie jedoch tunlichst vermeiden, weil Sie damit für Steuerabzüge und Sozialversicherungsabzüge haften, auf die Sie gar keinen Einfluss haben.

Beispiel: Ein verheirateter Arbeitnehmer wechselt später die Steuerklasse von III auf V. Die Abzüge schießen nach oben - und Sie müssen das Bruttogehalt aufstocken, um den Nettolohn auf dem Niveau vor dem Steuerklassenwechsel zu halten. Oder: Im Einstellungsjahr hat ein Mitarbeiter einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen, der in Folgejahren wegfällt. Die Zeche dafür zahlen Sie, wenn Sie eine Nettolohnvereinbarung abgeschlossen haben.

Fazit: Nettolohnvereinbarungen sind kompliziert und sorgen immer wieder für Streit.

Machen Sie es lieber so: Nutzen Sie - noch während der Gehaltsverhandlung - ein kostenloses Internet-Lohnberechnungsprogramm (z. B. www.lohn1.de). Damit können Sie auch als Lohnbuchhaltungs-Laie schnell von netto auf brutto hochrechnen. Sie geben den gewünschten Nettolohn ein, und das Programm spuckt den erforderlichen Bruttolohn aus. Diesen Bruttolohn schreiben Sie dann in den Arbeitsvertrag. Wie sich dann die Abgabenlast des Mitarbeiters entwickelt - zu seinen Gunsten oder zu seinen Lasten -, das kann Ihnen später egal sein. Wenn die Abgaben des Arbeitnehmers später steigen, kann er sich bei Herrn Schäuble oder Herrn Rösler beschweren, aber nicht bei Ihnen.


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