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19.05.2011

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Lohnt sich das „Riestern“ für Ihre Mitarbeiter?

Immer wieder werden Chefs von ihren Arbeitnehmern gefragt, ob sie „riestern“ sollen oder nicht. Falls Sie einen Rat überhaupt geben wollen, können Sie Folgendes antworten: Die ganz überwältigende Mehrheit der Riesterverträge lohnt sich aus sich heraus nicht. Zu hohe Kosten, zu intransparent, zu unrentabel.

Aber: Für Leute mit kleinen Kindern (ab 2008 geboren) ist diese Sparform trotzdem kaum zu toppen, weil die staatlichen Zulagen enorm sind. Das macht das schlechte Produkt noch nicht gut, aber die Zulagen (Grundzulage 154 Euro im Jahr plus 300 Euro je Kind) sollte man natürlich mitnehmen. Um diese Zulagen zu bekommen, muss man vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Gehaltes sparen. Ansonsten gilt: Wer nur ein oder zwei ältere Kinder hat (vor 2007 geboren), muss gut rechnen, ob die Zulagen die hohen Kosten und schlechte Rendite kompensieren. Kinderlose fahren mit zwei oder drei gut gestreuten Indexfonds (ETFs) auf lange Sicht deutlich besser, weil die Kosten minimal und die Renditen deutlich höher sind.

Was besagt die staatliche Zertifizierung? Ziemlich wenig. Es handelt sich um eine rein formale Prüfung. Ob die Produkte wirtschaftlich etwas taugen, prüft keiner. Die Kosten in der Rentenbezugsphase werden gar nicht geprüft. Riesterprodukte ohne Zertifikat scheiden also von vornherein aus. Solche mit Zertifikat sind in wenigen Fällen halbwegs lohnend, in den meisten Fällen sind die Kosten zu hoch, so dass nur Kinderreiche damit gut fahren.

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