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04.07.2011

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Finanzamt akzeptiert endlich die Benzingutscheine

Bisher hatte die Finanzverwaltung versucht, das Steuerschlupfloch „steuerfreier 44-Euro-Benzingutschein“ durch bürokratische Anforderungen zu verstopfen. Nachdem der Bundesfinanzhof alle diese Einschränkungen als unwirksam verworfen hatte (BStBl. 2011 Teil II S. 383), gibt der Fiskus nun seinen Widerstand auf (OFD Münster, 17.05.11, DB 2011, 1250). Das heißt für Sie: Sie können jetzt - mit Segen des Finanzamts - ganz einfach Benzingutscheine ausgeben (auch wenn diese auf Euro statt auf Liter lauten), Mitarbeiter mit EC-Karte oder Tankkarte zum Tanken schicken oder sogar verauslagte Tankquittungen bis 44 Euro in bar ersetzen.

Wichtig: Sie sollten vorher eine schriftliche Anweisung erteilen, die den Mitarbeiter ausschließlich zum Bezug einer bestimmten Sache berechtigt, z.  B. so: „Hiermit gestattet die Firma  ... Ihnen (Name: ...), bei der ...-Tankstelle Dieselkraftstoff im Wert von höchstens 44 Euro brutto für Ihr Privatauto zu tanken. Die Bezahlung erfolgt in bar/EC-Karte/per Gutschein usw. Sie sind nicht berechtigt, im Tankstellen-Shop einzukaufen oder sich Bargeld erstatten zu lassen.“ (Datum und Unterschriften von Arbeitgeber und Arbeitnehmer)

Hinweis: Sachbezüge werden eigentlich nur mit 96 Prozent des Marktwerts angesetzt. Geben Sie Ihrem Mitarbeiter also drei Kästen Bier im Wert von jeweils 15 Euro, fallen diese also gleichwohl unter die 44-Euro-Grenze, weil der Wertansatz nur mit 43,20 Euro erfolgt (96 Prozent x  45,00 = 43,20). Das gilt aber nicht für betragsmäßig begrenzte Leistungen wie „Benzin im Wert von 44 Euro“. Sie müssen also wirklich auf den Cent genau arbeiten, denn eine Tankfüllung im Wert von 44,01 Euro ist voll steuerpflichtig.


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