/images/gmbhp-home-image1.jpg

IZW Tipp-Datenbank -

Ohne langes Lesen verständlich für Sie zusammengefasst.

Jetzt bis 29.02.20 kostenlos testen, denn als Abonnent haben Sie unbegrenzten Zugriff auf alle Tipps! Zur Leseprobe

Tipps suchen...
Zum PDF Archiv

05.12.2011

Als PDF herunter laden

Prüfen Sie Ihre Gewerbesteueranrechnung für Ihre GmbH & Co KG lieber ganz genau

Die Gewerbesteuer wird (zumindest bis zu einem Hebesatz von 380 Prozent) in voller Höhe auf Ihre Einkommenssteuer angerechnet. In manchen Bundesländern fällt diese Anrechnung jedoch unter den Tisch, sofern die Summe aller gewerblichen Einkünfte null oder negativ ist. Das ist ein komplizierter EDV-Fehler, der Sie viel Geld kosten kann - zu Unrecht!

Hintergrund: Im Gesetz steht, dass die Anrechnung der Gewerbesteuer im Verhältnis der Summe der positiven gewerblichen Einkünfte zu den gesamten positiven Einkünften vorzunehmen ist (§ 35 EStG). Die Software mancher Bundesländer hat jedoch das Wort „positiv“ überlesen, was zu massiven Folgen führen kann.

Beispiel: Herr X besitzt zwei KGs. Die eine hat 200.000 Euro Gewinn gemacht, die andere 200.000 Euro Verlust. Die KG mit Gewinn musste 20.000 Euro Gewerbesteuer zahlen. Frau X hat 400.000 Euro Einkünfte. Die korrekte Berechnung des Anrechnungshöchstbetrags ergibt sich aus den positiven gewerblichen Einkünften (200.000) geteilt durch die positiven Gesamteinkünfte (600.000). Das wäre bei 150.000 Gesamtsteuer ein Höchstbetrag von 50.000 (1/3 von 150.000). Dieser wird freilich gar nicht ausgeschöpft, denn Herr X will ja nur 20.000 Euro Gewerbesteuer angerechnet haben. (BMF, 24.02.09, BStBl. I 09, 440 Rz. 16)

In manchen Bundesländern wird aber so gerechnet: Summe der gewerblichen Einkünfte (hier null, denn + 200.000  - 200.000 = 0) im Verhältnis zum Gesamteinkommen = 0 Prozent, also keine Anrechnung. Herrn X würden hier 20.000 Euro Gewerbesteueranrechnung verweigert werden, die ihm zustehen.

Fazit: Sie oder Ihr Steuerberater sollte(n) die Anrechnung der Gewerbesteuer im Einkommenssteuerbescheid sehr genau prüfen - vor allem, falls Sie mehrere Betriebe/gewerbliche Beteiligungen haben.


zurück