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13.12.2011

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Zahlen Sie die Umsatzsteuer nicht zu früh ans Finanzamt

Machen Sie maximal 500.000 Euro Umsatz im Jahr? Dann können Sie die so genannte „Ist-Versteuerung“ nutzen. Die maßgebliche Umsatzgrenze bleibt nämlich nun dauerhaft bei einer halben Million. Ursprünglich sollte sie 2012 wieder auf 250.000 Euro absinken. (Drittes Gesetz zur Änderung des Umsatzsteuergesetzes; Bundestagsdrucksache 17/7020)

Viele können die Ist-Versteuerung nutzen, wissen es aber gar nicht oder haben den entsprechenden Antrag nicht gestellt, oder sie haben die Fibu-Software falsch geschlüsselt.

Dieses Beispiel macht den Unterschied klar: Die X-GmbH stellt am 28.12.11 eine Rechnung über 30.000 Euro plus 5.700 Euro Mehrwertsteuer. Bei Sollversteuerung muss sie diesen Umsatz in der Dezember-Voranmeldung angeben und dann spätestens bis 10. Februar 2012 ans Finanzamt zahlen. Wann der Kunde die 35.700 Euro an die X-GmbH zahlt, ist bei der Sollversteuerung ohne Bedeutung. Als Ist-Versteuerer führen Sie die Mehrwertsteuer hingegen erst dann ab, wenn der Kunde gezahlt hat.

Übrigens: Der Vorsteuerabzug bleibt gleichwohl schon in dem Monat zulässig, in dem Sie die Leistung und die Rechnung erhalten haben. Wann Sie zahlen, ist dann gleichgültig. Sie können auch als Ist-Versteuerer die
Vorsteuer also schon Wochen und Monate vor der Bezahlung der Rechnung geltend machen. Die erhaltene Mehrwertsteuer müssen Sie trotzdem erst später abführen.

Das sollten Sie jetzt tun: Schreiben Sie ans Finanzamt: „Ich beantrage die Ist-Versteuerung nach vereinnahmten Entgelten gemäß § 20 Umsatzsteuergesetz, weil mein Umsatz nicht mehr als 500.000 Euro im Kalenderjahr beträgt.“ Gleichzeitig müssen Sie natürlich Ihre Buchhaltungssoftware umstellen, damit diese die Mehrwertsteuer erst in die Umsatzsteuervoranmeldung einfließen lässt, wenn das Geld auf Ihrem Bankkonto angekommen ist.


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