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04.05.2012

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Vorsteuer aus Bewirtungskosten nicht voll geholt?

Über diesen Fehler berichtete uns ein befreundeter Steuerberater: Da nur 70 Prozent der Bewirtungskosten abzugsfähig sind, buchen manche Buch­halter (falscherweise) den Rechnungsbetrag so: 70 Prozent Bewirtungs­kosten mit Vorsteuerschlüssel, 30 Prozent „Privat“ bzw. Gesellschafter-Verrechnungskonto.

Vorsicht: Dadurch macht man zu wenig Vorsteuer geltend. Denn der Vorsteuerabzug ist seit 2003 wieder in voller Höhe (= 100 Prozent) möglich - auch wenn der Betriebsausgabenabzug nach wie vor auf 70 Prozent begrenzt ist.

Die richtige Buchung ist also so: Vollen Bewirtungsbetrag mit Vorsteuerschlüssel verbuchen und vom Nettobetrag 30 Prozent umbuchen auf „Bewirtungskosten - nicht abzugsfähig“.

Ist dieser Fehler auch bei Ihnen passiert?
Die Umsatzsteuererklärungen 2008 bis 2011 können Sie noch bis Ende 2012 korrigieren (Ausnahme: Endgültige Umsatzsteuer-Bescheide nach Betriebsprüfung).

Trinkgelder: Aus diesen - sofern überhaupt von der Bedienung quittiert - kann man keinen Vorsteuerabzug geltend machen. 70 Prozent der Trinkgelder sind aber als Betriebsausgabe abzugsfähig. Hinweis: Da viele Kellner ein Problem damit haben, das Trinkgeld zu quittieren, akzeptiert es das Finanzamt meist, wenn man über das Trinkgeld einen Eigenbeleg anfertigt - maximal in Höhe von zehn Prozent des Rechnungsbetrags. Einen Rechtsanspruch auf den Abzug solcher Eigenbelege gibt es nicht. Beim Buchen sollte man im Buchungstext dazu schreiben „Trinkgeld laut Eigenbeleg“, damit man sich bei einer späteren Prüfung keine Vorwürfe vom Finanzamt anhören muss.


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