/images/gmbhp-home-image1.jpg

IZW Tipp-Datenbank -

Ohne langes Lesen verständlich für Sie zusammengefasst.

Jetzt bis 31.10.20 kostenlos testen, denn als Abonnent haben Sie unbegrenzten Zugriff auf alle Tipps! Zur Leseprobe

Tipps suchen...
Zum PDF Archiv

24.07.2012

Als PDF herunter laden

Bei der Abmahnung die Anhörung nicht vergessen

Wenn einer Ihrer Mitarbeiter ein vertragswidriges Verhalten an den Tag legt, müssen Sie das nicht tolerieren. Sie können ihn abmahnen. Das bedeutet, dass Sie ihm unmissverständlich erklären, dass Sie bei einem weiteren Verstoß eine Kündigung erwägen werden.

Sie sollten den Mitarbeiter anhören: Vor Übernahme der Abmahnung in die Personalakte sollten Sie den Arbeitnehmer anhören. Zwar gibt es keine gesetzliche Regelung, die dies verlangt. Aber unser Rechtsstaatsprinzip, Ihre Fürsorgepflicht als Arbeitgeber und der Zweck einer Abmahnung fordern - sozusagen ungeschrieben -, dem „Schuldigen“ die Möglichkeit zu geben, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Auch Tarifverträge können eine solche Vorgehensweise verlangen. Vergessen Sie diese Anhörung vor Übernahme in die Personalakte, ist die Abmahnung sogar formell unwirksam. Der Mitarbeiter kann verlangen, dass sie aus der Personalakte entfernt wird.

Mein Tipp: Eine fehlende Anhörung schließt eine wirksame Kündigung nicht aus. Sie können die Anhörung nachholen, so eine formell unwirksame Abmahnung „heilen“ und sie wieder in die Personalakte aufnehmen. Lassen Sie sich grundsätzlich schriftlich bestätigen, dass Sie Ihren Mitarbeiter angehört haben und dass er die Abmahnung zur Kenntnis genommen hat.


zurück