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06.08.2012

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Häufige Fehler beim Eigenkapitalausweis der GmbH & Co KG

Die Rehnungslegung der GmbH & Co KG hat ihre Tücken. Ein Blick ins Unternehmensregister beweist, dass hier selbst manche Steuerberater ins Schlingern kommen. Drei häufige Fehler:

1. Fremdkapital als Eigenkapital ausgewiesen: Stehen gelassene Gewinne der Kommanditisten sind kein Eigenkapital! Denn in aller Regel  hat der Kommanditist das Recht, Gewinne jederzeit zu entnehmen – außer ein ungewöhnlicher Gesellschaftsvertrag erlaubt dies nicht. Damit ist es aus Sicht der KG kein Eigenkapital mehr, denn Eigenkapital ist nur,
worauf die KG jederzeit zugreifen kann. Wenn das Geld aber schon dem Kommanditisten gehört, gehört es nicht mehr der KG und ist aus ihrer Sicht Fremdkapital.

2. Wischiwaschi-Begriff „Kapitalkonto II“ verwendet: Unter diesem Sammelposten (gerne auch „Variables Kapitalkonto“ genannt) verbucht man gerne so dies und das, wo man sich nicht ganz sicher ist, ob es Eigen- oder Fremdkapital ist. Der Profi lässt die Finger von diesen Begriffen und legt sich fest, ob das Geld der KG gehört (dann muss es per Beschluss dem Rücklagenkonto zugewiesen werden) oder den Kommanditisten (dann gehört es als Gesellschafter-Verrechnungskonto ins Fremdkapital).

3. „Gewinnvortrag“ oder „Jahresüberschuss“ verwendet: In der Praxis kommen diese Positionen (obwohl in § 264c HGB erwähnt) nicht vor. Sie wären nur denkbar, wenn ein Gesellschaftsvertrag regeln würde, dass der Gewinn nicht den Kommanditisten, sondern der KG zusteht und nur durch gesonderten Beschluss der Gewinn an die Kommanditisten verteilt werden kann. Fast alle GmbH & Co KGs, die die Positionen Gewinnvortrag bzw. Jahresüberschuss verwenden, bilanzieren jedoch falsch.

Übrigens: Einen Vorteil hat die klare Trennung von Eigen- und Fremd­­-kapital: Gewinnanteile werden nämlich sofort umgebucht auf das Verrechnungskonto des Kommanditisten und sind somit auch im offengelegten Jahresabschluss nicht nach außen sichtbar. Ausnahme: (mittel-)große GmbH & Co KG mit über 9,68 Mio. Jahresumsatz.


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