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20.08.2012

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Verschenken Sie kein Geld durch die falsche GWG-Abschreibung

Für die Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern gibt es seit 2010 zwei Methoden, zwischen denen man auswählen kann – allerdings nur einheitlich für alle Wirtschaftsgüter eines Jahres. Wer hier die falsche Methode wählt, verschenkt Steuern. Folgende beiden Methoden stehen zur Auswahl:

Die Pool-Methode: Geringwertige Wirtschaftsgüter von 150,01 bis 1.000,00 Euro netto kommen in einen „Pool“ und müssen über fünf Jahre abgeschrieben werden –auch bei Kauf im Dezember mit vollen 20 Prozent. Auch wenn das Wirtschaftsgut ausscheidet (Verkauf/Diebstahl/Brand usw.), ist dieser Sammelposten fortzuführen.

Die „klassische“ Methode der GWG-Sofort-Abschreibung bis 410 Euro: Hier schreiben Sie Wirtschaftsgüter bis 410 Euro netto sofort ab. Wenn Sie diese Regelung nutzen, gelten freilich für Wirtschaftsgüter über 410 Euro die normalen Abschreibungsregeln.

Was ist besser? Das kommt immer darauf an, wie man im betreffenden Jahr investiert hat.

Beispiel 1 – Pool-Methode besser:
Ein Betrieb kauft fünf Aktenschränke für 700 Euro pro Stück und ein Smartphone für 400 Euro. Der Betrieb wird die Pool-Bewertung nutzen, weil er die Schränke dann über fünf statt 13 Jahre abschreiben kann. Dass er dann auch das Smartphone über fünf Jahre abschreiben muss, nimmt der Betrieb in Kauf.

Beispiel 2 – klassische Methode besser:
Ein anderer Betrieb kauft in einem Jahr fünf Notebooks für 400 Euro und einen Chefsessel für 900 Euro. Hier wird man für die GWG-Abschreibung die klassische Methode wählen: Sofort-Abschreibung für die Notebooks. Den Chefsessel muss man dann allerdings über 13 (statt fünf) Jahre abschreiben. Diese „Kröte“ muss der Betrieb schlucken.


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