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19.09.2012

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Was ist eigentlich ein Retention Management?

Haben Sie auch Mitarbeiter, auf deren Arbeitskraft Sie unmöglich verzichten können? Dann lassen Sie sich bald etwas einfallen, wie Sie diese „Schlüsselmitarbeiter“ halten können. Denn eine aktuelle Studie hat kürzlich ermittelt, dass fast die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer über einen Jobwechsel im kommenden Jahr nachdenkt.

Ist diese „innere“ Kündigung aufzuhalten?
Erstklassige Mitarbeiter nehmen ihren „Hut“ und verlassen das Unternehmen. Der Trend, dass Mitarbeiter gerade in unserer schnelllebigen Zeit ab und zu ihre Arbeitgeber wechseln, ist wohl grundsätzlich nicht aufzuhalten. Es gibt viele Gründe. Einige sind höchst persönlicher Natur, andere aber hängen mit dem Unternehmen selbst zusammen.

Was sind die betrieblichen Gründe für das Abwandern der Mitarbeiter? Mitarbeiter nennen bei Befragungen immer wieder folgende Gründe: Zum einen missfällt ihnen das Betriebsklima. Oder ihnen fehlt die Wertschätzung ihrer Arbeit, die - wie schon erwähnt - vielen Mitarbeitern enorm wichtig ist. Es kommt aber vor, dass Mitarbeiterinnen lieber schwanger werden als sich mit langweiligen Aufgaben an ihrem Arbeitsplatz zu beschäftigen, bei denen sie keine Enwicklungschancen sehen.

Hochqualifizierte Mitarbeiter durch „Retention Management“ binden: „Retention Management“ kommt, wie so viele neudeutsche Begriffe, aus dem Englischen und bedeutet so viel wie das „Zurückhalten“ von sehr wichtigen Mitarbeitern, also das Verhindern von Eigenkündigungen. Der Unternehmer fragt sich also: „Was kann ich langfristig tun, um meine zentralen und unverzichtbaren Fach- und Führungskräfte im Betrieb zu halten?“

Warum ist Retention Management so wichtig? Natürlich könnte man sich sagen, dass Fluktuation doch sinnvoll sei, denn nur so kommen frische Ideen und neues Know-How ins Unternehmen. Grundsätzlich ist das richtig und gilt auch für eine Vielzahl von Mitarbeitern. Aber für einige Mitarbeiter eben nicht.

Die Bindung von diesen so genannten „Schlüsselmitarbeitern“ hat Vor­teile: Zum einen ist so sichergestellt, dass geheime Unternehmensinterna und wichtiges Fachwissen nicht beim Wettbewerber landen. Auch werden die nicht unwesentlichen Kosten gespart, die die Suche nach einem Nachfolger mit sich bringt. Schließlich sollte man auch nicht den „Leerlauf“ unterschätzen, bis die Stelle mit einem ebenso hochqualifizierten Mitarbeiter neu besetzt und dieser eingearbeitet ist.

Wie binden Sie also wichtige Mitarbeiter? Da gibt es materielle und immaterielle Anreizsysteme. Zu den materiellen gehören Sonderprämien, variable Vergütung oder andere „Add-ons“, wie z. B. die steuerlich günstig gestaltete Überlassung von Dienstwagen, Handy oder Laptop. Zu denken wäre auch an eine attraktive betriebliche Altersvorsorge. Kostenloser IZW-Leserservice: Ein „A bis Z“ steuerlich geprüfter Ideen, wie Sie Mitarbeitern Zahlungen oder geldwerte Vorteile ohne Abgabenbelastung zukommen lassen können, finden Sie hier.

Immaterielle Anreize zum Verweilen in der Firma könnten besondere, auf die individuelle Lebensphase abgestimmte Arbeitszeitmodelle sein, z. B. ein Sabbatical, d.h. eine längere Freistellung mit Sicherung des Arbeitsplatzes. Ganz einfach, sofort für Sie umsetzbar und nahezu kostenlos ist aber die tägliche Wertschätzung der Arbeit Ihrer Mitarbeiter in einem guten Betriebsklima.


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