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04.03.2013

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Benzingutscheine sammeln?

Aus der Redaktions-Hotline

Frage von Georg K. aus Koblenz an die Redaktions-Hotline: „Mein Mitarbeiter bekommt jeden Monat einen Benzingutschein im Wert von 44 Euro. Wie ich jetzt festgestellt habe, verwendet er diese aber meist nicht immer im gleichen Monat, sondern hebt sich manchmal den Gutschein auf und tankt dann zum Beispiel alle zwei Monate für 88 Euro. Sie haben einmal geschrieben, dass man nicht ausgenutzte Freibeträge eines Monats nicht in den nächsten Monat schieben kann. Verliert er dadurch die Steuerfreiheit?"

IZW antwortet: Da können wir Sie beruhigen. Der Hinweis, dass man die nicht ausgenutzte Freigrenze eines Monates nicht in einen anderen Monat schieben kann, ist zwar richtig. Wenn Sie Ihrem Mitarbeiter zum Beispiel im März keinen Gutschein geben, können Sie ihm deshalb (zumindest steuerfrei) nicht im April gleich zwei Gutscheine geben. Aber das ist ja hier nicht der Fall, sondern der Mitarbeiter bekommt jeden Monat eine Gutschein im Wert von 44 Euro. Nun stellt sich die Frage, wann steuerlich der Zufluss anzunehmen ist, wenn er die Gutscheine später einlöst. Und hier regeln die Lohnsteuerrichtlinien: Der Zufluss des Arbeitslohnes erfolgt bei einem Gutschein, der bei einem Dritten einzulösen ist, mit Hingabe des Gutscheins, weil der Arbeitnehmer zu diesem Zeitpunkt einen Rechtsanspruch gegenüber dem Dritten erhält (R 38.2 Abs. 3 Satz 1 LStR  2013).

Ergebnis: Es kommt auf den Monat der Übergabe des Gutscheines an. Wann der Mitarbeiter den Gutschein dann verwendet, ist bei Gutscheinen, die in externen Unternehmen einzulösen sind, ohne Bedeutung.

Hinweis: Anders wäre es bei Gutscheinen Ihres eigenen Unternehmens: Hier kommt es auf den Monat der Einlösung an. Aber Gutscheine fürs eigene Unternehmen fallen eh nicht unter die Sachbezugsfreigrenze, sondern unter den Rabattfreibetrag, wenn dies für Ihren Mitarbeiter günstiger ist.  


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