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08.04.2013

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Scheinselbständigkeit

Aus der Redaktions-Hotline

E-Mail von Ludwig A. aus Passau an die Redaktions-Hotline: „Eine Buchhalterin will bei mir auf Rechnungsbasis arbeiten. Sie hat noch andere Auftraggeber, damit ist ja schon klar, dass sie keine Scheinselbständige sein kann. Wenn ich jetzt noch in den Vertrag reinschreibe "Hinsichtlich Ort und Zeit der Arbeitsleistung unabhängig" und für den Fall des Falles mit ihr vereinbare, dass die Sozialabgaben im Fall einer Prüfung selbst trägt, müsste ich doch aus dem Schneider sein, oder?“

IZW antwortet: So leicht geht es leider nicht. Es kommt auf das Gesamtbild der Verhältnisse an und nicht auf den Text im Vertrag. Dass die Dame noch andere Auftraggeber hat, ist schon einmal nicht schlecht. Aber dennoch wird sie Arbeitnehmerin, wenn sie dauerhaft wie ein Zahnrad in Ihre Organisa­tion eingebunden ist und dort feste Arbeitszeiten hat. Dass die Dame vielleicht einen „Buchhaltungsservice“ als Gewerbe angemeldet hat und laut Buchstaben des Vertrags eigentlich „hinsichtlich Ort und Zeit unabhängig“ wäre, ändert daran nichts.

Sie gehen also - vor allem, wenn dieses Arbeitsverhältnis länger läuft -  ein erheb­­liches Risiko ein. Denn nachzahlen muss immer der Auftraggeber, niemals der Scheinselbständige.

Es gibt nur eine 100 Prozent sichere Methode: Nämlich ein „Antrag auf Feststellung des sozialversicherungsrechtlichen Status“ bei der Deutschen Rentenversicherung Bund. Das notwendige Formular finden Sie hier: www.deutsche-rentenversicherung-bund.de. Wenn alle Fragen im Formular ehrlich beantwortet werden und die DRB bestätigt: „Selbständig“, dann können Sie einer Prüfung völlig gelassen entgegen sehen.


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