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02.05.2013

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Lassen Sie sich nicht um den Vorsteuerabzug prellen

2013 Ausgabe 9 vom 13. Mail 2013

Normalerweise rechnet ein Unternehmer ab, indem er ganz normal eine Rechnung stellt. In Sonderfällen kann man es aber auch umgekehrt machen: Der Leistungsempfänger erteilt eine Gutschrift. Damit ist nicht die (häufige) Gutschrift als Rechnungskorrektur gemeint, sondern die (seltene) Abrechnung des Leistungsempfängers. Oft wird so etwas bei Handelsvertretern gemacht, weil hier der Vertreter manchmal gar nicht genau weiß, welche Provision ihm zusteht.

Gefahr bei dieser Vorgehensweise: Wenn der Gutschriftsempfänger der Gutschrift widerspricht, verliert der Gutschriftsaussteller den Vorsteuer­abzug. Und dieser Widerspruch ist möglich ohne jede Begründung.

Beispiel: X ist Handelsvertreter für die Y-GmbH-(&-Co-KG). Er hat der Y-GmbH-(&-Co-KG) Aufträge vermittelt, und dafür eine Gutschrift über 50.000 Euro Provision plus 9.500 Euro Umsatzsteuer erhalten. Die Y-GmbH-(&-Co-KG) macht zutreffenderweise 9.500 Euro Vorsteuerabzug geltend. Nun kommt es zum Streit und der X widerspricht der Gutschrift, nur um die Y-GmbH-(&-Co-KG) zu ärgern. Diese verliert dadurch 9.500 Euro Vorsteuerabzug. Das gilt selbst dann, „wenn die Gutschrift den zivilrechtlichen Vereinbarungen entspricht und die Umsatzsteuer zutreffend ausweist“. (BFH, XI R 25/11, 23.01.13, DStR 13, 590)

Unser Rat: Lieber dem Gutschriftsempfänger die Abrechnungsgrundlagen mitteilen und diesen per Rechnung abrechnen lassen. Dem Vorsteuerabzug aus einer selbst ausgestellten Rechnung kann man nämlich nachträglich nicht widersprechen.


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