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02.05.2013

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Kontrollieren Sie einmal Ihre Leasingverträge

2013 Ausgabe 9 vom 13. Mail 2013

Einem befreundeten Steuerberater ist folgender Trick bekannt geworden, wie ein angestellter GmbH-Geschäftsführer über viele Jahre hinweg Zigtausende raffiniert auf die Seite geschafft hat.

Das kriminelle Werkzeug war eine merkwürdige Variante von Leasing­verträgen: Solche Verträge würde eigentlich kein normaler Mensch ab­schließen.

Diese Leasingverträge funktionieren so: Die monatliche Rate ist weit überhöht (z. B. 1.600 Euro statt üblicherweise 800 Euro). Dafür bekommt man augenzwinkernd von der Leasingfirma das Recht zugestanden, das Auto bei Leasingende, das dann vielleicht noch 30.000 Euro wert ist, für nur 3.000 Euro kaufen zu können.

Im konkreten Fall hatte diese Kaufoption zum Zweck der Verschleierung ein mit dem Geschäftsführer befreundeter Gebraucht­wagenhändler ausgeübt. Dieser verkaufte das Auto dann mit fast 30.000 Euro Gewinn weiter und teilte den Reibach mit dem Geschäftsführer unter der Hand. So wurde das Unternehmen über Jahre hinweg massiv geschädigt.

Unser Rat - selbst wenn bei Ihnen keine Unterschlagungsgefahr droht: Leasingverträge sollten dazu dienen, die Liquidität zu schonen. Jeder vernünftige Kaufmann schließt also den Vertrag ab mit den günstigsten Gesamtkonditionen. Diese Mogel-Verträge mit exorbitanten Raten und billiger Kaufoption bergen zudem erhebliche rechtliche und steuerliche Risiken. Der Leasinggeber könnte die günstige Herausgabe des Autos verweigern, da die Option nie schriftlich garantiert wird. Oder: Das Finanzamt bemerkt die Manipulation und kassiert Steuern nach - und ermittelt im schlimmsten Fall wegen Steuerhinterziehung.


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