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16.05.2013

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Was ist Ihre GmbH & Co KG wert?

Viele Unternehmer sehen in ihrem Unternehmen ihre Altersversorgung und planen das Unternehmen zu verkaufen, wenn sie 60 oder 65 Jahre alt sind. Wie wird dann der Wert eines Unternehmens ermittelt? Hier die gängigsten Verfahren.

Substanzwert: Das ist das einfachste Verfahren. Das Vermögen auf der Aktiv­seite wird bewertet und die Schulden und Rückstellungen abgezogen, heraus kommt der Substanzwert. Zur Preisfindung ist dieses Verfahren eher ungeeignet, da der Substanzwert meistens sehr niedrig ist. Einen Käufer interessiert vor allem, wie viel Geld man mit diesem Unternehmen verdienen kann und nicht so sehr, was die Maschinen und Grundstücke wert sind. Der Substanzwert stellt eher eine Untergrenze dar.

Ertragswert: Hier gibt man eine Prognose über die zu erwartenden Gewinne ab und zinst diese auf die Gegenwart ab.

DCF-Verfahren (= Discounted Cashflow Verfahren):
Im Laufe der Zeit hat man herausgefunden, dass die Gewinne laut Bilanz gar nicht so bedeutsam sind, sondern viel interessanter die Frage ist, wie viel Geld (= cash) man aus der Firma abziehen kann. Man betrachtet also nicht den Jahresüberschuss, sondern den Cashflow. Wichtig: Drei bis vier Jahre vor einem geplanten Verkauf des Unternehmens, sollte man gezielt an die positive Beeinflussung des Cashflow denken. („GmbH & Co KG aktuell“, Ausgabe 6 vom 26.03.2013)

Das Stuttgarter Verfahren:
In GmbH-Satzungen findet man es oft zur Bemessung der Abfindung ausscheidender GmbH-Gesellschafter. In GmbH-&-CoKG-Gesellschaftsverträgen kommt es fast nie vor. Zudem gilt es als „betriebswirtschaftlich veraltet“. Aber es hat einen entscheidenden Vorteil: Es führt zu einem eindeutigen Wert. Vereinfacht ist der Stuttgarter Wert wie folgt: 2/3 x (5 x Ertragswert + 1 x Substanzwert).

Tipps für die Verhandlung: Auch wenn Sie ein 50-seitiges Gutachten einer renommierten Wirtschaftsprüferkanzlei haben, wird der potenzielle Käufer ganz andere Vorstellungen über den Wert Ihrer GmbH & Co KG haben. Ein Gutachten ist aber ein guter Ausgangspunkt. Rechthaberisch darauf zu beharren, führt jedoch nicht weiter. Einerseits müssen Sie zufrieden sein mit dem Verkaufserlös, anderseits muss der Käufer in der Lage sein, etwaige zum Kauf aufgenommene Kredite aus Gewinnausschüttungen über kurz oder lang zurückzuzahlen.


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