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04.06.2013

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Die GmbH & Co KG und ihre ungewöhnlichen Schwestern

Was ist eigentlich eine GmbH & Co KG? Das ist eine KG, bei der man den „normalen“ Komplementär entfernt hat. Stattdessen übernimmt eine GmbH die Rolle des einzigen Vollhafters. Keine einzige natürliche Person haftet noch voll - außer man wünscht das explizit. Wenn eine natürliche Person neben die GmbH als Vollhafter gestellt wird, fällt übrigens die Offenlegungspflicht weg.

GmbH & Co OHG: Hier haben sich mehrere GmbHs zu einer Personen­gesellschaft zusammengeschlossen. Jede GmbH haftet voll. Dadurch liegt keine KG vor, denn da bräuchte man ja einen Kommanditisten mit beschränkter Haftung. Prominente Beispiele: O2 Germany GmbH & Co OHG, Telefónica Germany GmbH & Co OHG, Westdeutsche Lotterie GmbH & Co OHG.

GmbH & Co KGaA: Bei einer Kommanditgesellschaft auf Aktien ist die GmbH Komplementär - aber es gibt statt Kommanditisten Aktionäre. Falls die Aktien an der Börse gehandelt werden, kann sich der Aktionärsbestand täglich ändern und ist der Geschäftsleitung sogar unbekannt. Bei der GmbH & Co KGaA besteht der Gesellschafterkreis nur aus der GmbH als Komplementär und aus den Aktionären als Kommanditisten. Prominente Beispiele: Dussmann GmbH & Co KGaA, Willy Bogner GmbH & Co KGaA, TSV 1860 GmbH & Co KGaA und Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA.

Einheits-GmbH-&-Co-KG: Diese Rechtsform ist hervorragend geeignet für kleine und mittlere Unternehmen. Hier werden die GmbH-Anteile in das Gesamthandsvermögen der KG eingelegt. Die Kommanditisten sind damit automatisch entsprechend ihrem KG-Anteil immer auch Gesellschafter der Komplementär-GmbH, ohne dass man zum Notar gehen muss. Damit ist diese Rechtsform besonders für Familien-KGs interessant, denen es auf eine Gleichbehandlung aller Gesellschafter ankommt, denn die Einheits-GmbH-&-Co-KG vermeidet ein ungewolltes Auseinanderbrechen der Mehrheitsverhältnisse in GmbH einerseits und KG andererseits.


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