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18.06.2013

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Auto 90 Prozent privat genutzt â€` trotzdem Vorsteuerabzug

Auch wenn man ein Auto zu 90 Prozent privat nutzt, bekommt man den vollen Vorsteuerabzug. In den folgenden Jahren gibt es bei einer dann über 90 Prozent liegenden Privatnutzung zwar eine Korrektur, aber bei einem teuren Auto tun ein paar tausend Euro Vorsteuer-Erstattung schon einmal gut.

Folgendes sollten Sie dabei beachten:
Bei einer betrieblichen Nutzung von zehn Prozent haben Sie im Ergebnis auch nur zehn Prozent Betriebsausgabenabzug (90 Prozent Gewinnentnahme). Die Ein-Prozent-Regelung ist nur möglich bei über 50 Prozent betrieblicher Nutzung (bei älteren Autos mit hohem Listenpreis kann das freilich auch ein Segen sein, wenn man die Ein-Prozent-Regel nicht anwendet). Sie haben die Beweislast, dass das Auto zu mindestens zehn Prozent betrieblich genutzt wird (zum Beispiel, indem Sie über drei Monate Fahrtenbuch führen). Die Zuordnung zum so genannten gewillkürten Betriebsvermögen muss unmiss­verständlich und zeitnah dokumentiert werden durch eine entsprechende Buchung in der Buchhaltung.

Interessantes Urteil:
Ein Betriebsprüfer wollte ein Auto aus dem Betriebsvermögen zwangsentnehmen, weil die zuerst höhere betriebliche Nutzung später auf unter zehn Prozent gefallen war. Der Bundesfinanzhof entschied jedoch, dass allein das Absinken der betrieblichen Nutzung zu keiner Entnahme führt (BFH, 21.08.12, VIII R 11/11, DB 2012, 2778). Wenn das Auto im Erstjahr also im Betriebsvermögen ist, kann es auch drin bleiben, selbst wenn es später zu 99 Prozent privat gefahren wird.


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