/images/gmbhp-home-image1.jpg

IZW Tipp-Datenbank -

Ohne langes Lesen verständlich für Sie zusammengefasst.

Jetzt bis 30.06.20 kostenlos testen, denn als Abonnent haben Sie unbegrenzten Zugriff auf alle Tipps! Zur Leseprobe

Tipps suchen...
Zum PDF Archiv

06.08.2013

Als PDF herunter laden

Darlehen jetzt tilgen oder nicht?

E-Mail von Jakob H. aus Bietigheim-Bissingen an die Redaktions-Hotline: „Ich habe in den 90er-Jahren eine Eigentumswohnung zum Vermieten gekauft und mit einer Lebensversicherung finanziert. Im September wird die Lebensversicherung fällig (200.000 Euro), und ich könnte dann das Darlehen vollständig tilgen. Soll ich das machen? Die Bank hat mir eine Anschlussfinanzierung mit 1,99 Prozent sowie die Anlage in hoch rentable Investmentfonds angeboten."

IZW antwortet: Aus Sicht der Bank ist die Tilgung des Darlehens die un­attraktivste Variante, sodass sie stets davon abraten wird. Wir hingegen raten Ihnen von den Bank-Anlageprodukten eher ab, weil es ziemlich sicher Produkte mit überzogenen Kosten sind.

Offen bleibt dann noch die Frage, ob Sie das Darlehen tilgen oder mit dem Geld etwas anderes machen sollen. Nach Abzug des Steuereffekts bleibt Ihnen aus der Finanzierung nur eine Nettozinsbelastung von etwas über einem Prozent. Wenn Sie Ihr Geld risikolos anlegen wollen, wird allerdings nach Steuer auch nur etwa ein Prozent dabei herauskommen.

Wenn Sie allerdings bereit sind, begrenzte Risiken einzugehen, könnten Sie an eine langfristige, breit gestreute Aktienanlage denken, die auf lange Sicht (zehn Jahre und mehr) mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Rendite von fünf bis acht Prozent pro Jahr bringen wird. Die Empfehlung würde dann lauten: Nicht tilgen und das Geld aus der Lebensversicherung anlegen. Wenn Ihr Anlagehorizont nicht so lang ist und/oder Sie das Risiko scheuen, raten wir Ihnen aber zur Darlehensrückzahlung.

Ein anderer Aspekt ist die Verfügbarkeit: Wenn Sie das Wohnungs-Darlehen tilgen, ist das Geld weg. Und gerade in einem Notfall wird Ihnen eine Bank nichts leihen. Wenn Sie die 200.000 Euro aber jetzt für Notfälle zur Seite legen, können Sie mit diesem Geld machen, was Sie wollen - ohne die Bank fragen zu müssen.


zurück