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04.09.2013

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Stehen gelassene Co-KG-Gewinne: Eigen- oder Fremdkapital?

Unternehmer der alten Schule lassen Gewinne lieber im Unternehmen stehen, denn eine gute Eigenkapitalbasis macht stabiler für den Fall der Krise und sieht auch für die Bank besser aus.

Aber stimmt denn das bilanztechnisch überhaupt bei einer GmbH & Co KG? Verbessern stehengelassene Gewinne auch dort wirklich das Eigen­kapital?

In 99 Prozent der Fälle stimmt es nämlich nicht: Eine KG darf nur das als Eigenkapital ausweisen, was ihr selbst gehört. Wenn aber der Kommanditist lautGesellschaftsvertrag über seine Gewinnanteile verfügen darf, dann gehört das Geld dem Kommanditisten und nicht mehr der KG. Korrekt werden solche Gewinne also ausgewiesen unter „Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern“ und damit sind sie Fremd- und kein Eigenkapital.

Was kann man gegen den Ausweis als Fremdkapital tun?

  • Bei der Ein-Mann-GmbH-&-Co-KG ist es einfach: Ein Gesellschafter­beschluss, wonach der Kommanditist einen bestimmten Betrag der Rück­lage zuweist, macht aus dem Fremd- wieder Eigenkapital. Denn die Rücklage gehört der KG und ist damit Eigenkapital. Durch einen gegenläufigen Beschluss kann die Rücklage wieder aufgelöst und an den Kommanditisten ausgezahlt werden.
  • Kommanditgesellschaften mit mehreren Gesellschaftern: Diese können das auch machen, hier ergibt sich aber das Praxisproblem, dass dann alle entsprechend ihrem Beteiligungsverhältnis zu der Rücklagendotierung beitragen müssten.

Fazit: Stehen gelassene Gewinne sind in aller Regel aufgrund des Gesellschaftsvertrages Fremdkapital, weil sie nicht mehr der KG gehören, sondern den Gesellschaftern. Durch Gesellschafterbeschluss können solche Gewinne der Rücklage zugewiesen werden.

Das ist beim Alleingesellschafter kein Problem, bei mehreren Gesellschaftern in der Praxis aber oft schwierig.


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