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10.09.2013

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Überschuldung?

E-Mail von Klaus F. aus Landsberg am Lech an die Redaktions-Hotline: „ch habe mir im Laufe der Jahre 500.000 Euro zu viel aus meiner KG herausgenommen. Das steht jetzt in der Bilanz auf der Aktivseite unter „Forderungen gegen Kommanditisten“. Mein Steuerberater sagt, wir könnten bald ein Überschuldungsproblem haben. Dabei ist das Eigenkapital noch weit im positiven Bereich (ca. 200.000 Euro)."

IZW antwortet: Bei einer GmbH & Co KG ist - im Gegensatz zu einer „normalen“ KG auch die Überschuldung Insolvenzgrund. Überschuldung bedeutet ganz einfach: Mehr Schulden als Vermögen. Trotz Überschuldung liegt kein Insolvenzgrund vor, wenn „die Fortführung des Unternehmens nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich“ ist. (§ 19 InsO)

Die zentrale Frage bei der Prüfung der Überschuldung ist nun, wie wert­­haltig die Forderung der KG gegen Sie ist. Könnten Sie die 500.000 Euro ohne große Probleme zurückzahlen? Dann gibt es sicher kein Problem. Wenn daran aber Zweifel bestehen, ist die Frage, ob man die Forderung gegen Sie nicht wert­berichtigen muss. Sollte das z. B. in voller Höhe notwendig sein, würde aus dem positiven Eigenkapital von 200.000 Euro ein negatives von 300.000 Euro.

Machen Sie also Gedanken darüber, wie Sie die Werthaltigkeit der Forderung der KG gegen Sie untermauern können (Sicherheiten, Verweis auf gute Vermögenslage), dann ist das Thema vom Tisch.


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