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18.09.2013

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Zuzahlungen zum Dienstwagen neu geregelt …

Wer seinen Dienstwagen auch privat fahren darf, hat daraus einen Vorteil, den er versteuern muss. Muss der Arbeitnehmer etwas für die private Nutzung zahlen, verringert sich dieser Vorteil. Der steuerpflichtige Betrag sinkt unter Umständen bis auf null. Nun könnte man einfach sagen: „Alles, was der Arbeitnehmer dazuzahlen muss, vermindert den geldwerten Vorteil“.

Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? In einem Schreiben vom 19. April 2013 regelt das Bundesfinanzministerium alle Feinheiten von Zuzahlungen (DStR 13, 860).

Abgezogen werden können nur Nutzungsentgelte:
Das können feste Monatsbeträge sein, zum Beispiel „200 Euro im Monat“ oder Zuzahlungen je Kilometer, zum Beispiel „20 Cent je Kilometer“ oder vom Arbeitnehmer ganz oder teilweise übernommene Leasingraten. Nichts abziehen kann der Arbeitnehmer, wenn er bestimmte Kraftfahrzeugkosten (Versicherung, Benzin, Wagenwäsche) selber zahlt. Auch dann nicht, wenn diese Kosten erst einmal der Arbeitgeber übernimmt und dann an den Arbeitnehmer weiterberechnet.

Beispiel: Der Arbeitgeber verlangt vom Arbeitnehmer 107 Euro, weil dieser für 107 Euro getankt hat: Kein Abzug von der Ein-Prozent-Regelung möglich. Der Arbeitgeber verlangt 107 Euro als Nutzungsentgelt: Abzug sehr wohl möglich.


… und wie man das auf der Gehaltsabrechnung darstellt


Hinweis für die Praxis: Am einfachsten für die Lohnbuchhaltung sind feste monatliche Zuzahlungen, die man gleich als Reduzierung des Bruttogehaltes verarbeitet, womit es dann sein Bewenden hat. Der Arbeitnehmer muss dann nicht noch einmal etwas extra zuzahlen.

Beispiel: Der Arbeitnehmer (der Einfachheit halber keine Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte angenommen) bekommt ein Auto im Wert von 40.000 Euro auch zur Privatnutzung überlassen. Geldwerter Vorteil nach der Ein-Prozent-Regelung somit 400 Euro im Monat. Es wird vereinbart, dass er 200 Euro zuzahlen soll. Er hat ein Bruttogehalt von 3.000 Euro. Er muss also versteuern 3.000 + 400 – 200. Aus Transparenzgründen würde man auf die Gehaltsabrechnung schreiben: Bruttogehalt 3.000 minus Gehaltsumwandlung 200 und den vollen geldwerten Vorteil in Höhe von 400 Euro. Dazuzahlen oder an den Chef zahlen muss der Arbeitnehmer jetzt nichts mehr, sondern mit der Gehaltsreduzierung hat er seinen Beitrag geleistet. Vorteil für den Arbeitgeber: Dadurch sinken auch die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung.


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